Ob Feierabendtour oder Wochenendausflug: Mit Freizeit- und Tourenkajaks wird eine breite Masse an Paddlern angesprochen. Unsere Kaufberatung zeigt, welche Bootsmodelle Spaß machen, ohne das Budget zu sprengen.

Es ist die Kombination aus lautloser Fortbewegung, körperlicher Aktivität und einer neuen Perspektive auf die Natur, die den besonderen Reiz des Kanusports ausmacht. Doch wer vor der Entscheidung für das erste eigene Boot steht, sieht sich mit einer enormen Vielfalt an Modellen, Materialien und Bauformen konfrontiert. Ideal für den Anfang sind Freizeit- und Tourenkajaks, die unkompliziertes Handling mit hohem Sicherheitsanspruch und fairem Preis-Leistungs- Verhältnis verbinden.
Stabilität vor Geschwindigkeit
Einsteigertaugliche Kajaks sind primär auf Kippstabilität und Komfort ausgelegt. Während sportliche Wandereiner an ihrer schmalen, langen Silhouette zu erkennen sind, die eine hohe Reisegeschwindigkeit möglich macht, zeichnen sich Freizeitkajaks durch eine größere Breite aus. Der Rumpf liegt satt im Wasser und neigt kaum zum Wackeln, so dass Anfänger auf Anhieb ein sicheres Gefühl haben, noch bevor der erste Paddelschlag überhaupt getan ist.
Apropos Einstieg: Ein typisches Merkmal dieser Bootsklasse sind die großzügig dimensionierten Cockpits, die den Bedürfnissen von Einsteigern und Gelegenheitspaddlern entgegenkommen. Sie erleichtern nicht nur das Ein- und Aussteigen, sondern punkten auch mit einer größeren Bein- und Bewegungsfreiheit.
Zusätzlich zur stabilen Wasserlage zeichnen sich Einsteigerkajaks auch durch ihre gutmütigen Fahreigenschaften aus und verzeihen eine unsaubere Paddeltechnik. Geschwindigkeit und Dynamik stehen dabei aber eher nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um entspanntes Vorankommen und ein angenehmes Gefühl auf dem Wasser.
Klassische Freizeitkajaks
Innerhalb der Einsteigerklasse lassen sich verschiedene Designkonzepte unterscheiden. Das Rückgrat dieses Segments bilden die klassischen Freizeitkajaks, die vor allem auf maximale Kippstabilität und ein sicheres Gefühl setzen. Paradebeispiele für diese Bootsklasse sind das Wilderness Systems Pungo 125 oder das RTM Mezzo, die dank ihrer breiten Bauweise sehr ruhig im Wasser liegen. Ein echtes Urgestein ist das Lettmann Summertime Classic, das seit Jahren für seine Unkompliziertheit und die enorme Anfangsstabilität auf ruhigen Gewässern geschätzt wird.
Für Paddler, die ein besonders unkompliziertes Handling schätzen, sind besonders kompakte Modelle wie das Islander Voro oder das Riot Bayside 10 eine gute Wahl. Geschwindigkeitsrekorde lassen sich damit bauartbedingt zwar nicht erzielen, dank einer Länge von um die drei Meter lassen sich diese Boote aber spielerisch um enge Kurven steuern, und auch die Handhabung an Land, sei es beim Transport oder der Lagerung, gestaltet sich vergleichsweise unkompliziert.
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