Vier Routen, vier Welten. Die Hardangervidda präsentiert Europas größte Hochebene. In Valdres grasen Kühe auf saftigen Almwiesen. Die Küste von Trøndelag punktet mit Blicken auf Buchten, Sunden und Berge. Smølas Schärengarten besteht aus über 5.800 Inseln. Wer Südnorwegen mit dem Fahrrad erkundet, erlebt Landschaften zwischen Fjell und Fjord. Jede Radtour serviert neue Panoramen.

1. Tour – Insel Smøla
In Veiholmen prallen zwei Welten aufeinander: weiß gestrichene Fischerhäuser und die brutale Härte des Nordatlantiks. Die Holzhäuser schmiegen sich an den nackten Granit. Während die Gebäude Schutz und Wärme versprechen, zerrt draußen in der See eine Urgewalt, die keine Kompromisse kennt. Heute zum Glück nicht. Ruhig liegt das Nordmeer da unter einem weiten Himmel, an dem die Sonne lacht.
Zusammen mit meiner Frau Monika und unserem Hund Eni sind wir per Camper auf die Insel Smøla gereist. 6.000 Inseln hat der Atlantik vor der Küste verstreut. Wie am Ende der Welt liegt das Dorf da. Es gibt nur eine Verbindung zum Land. Richtung Süden schlängelt sich eine Straße über Brücken und Dämme, die zusammenführen, was das Meer trennt. Auf dem Camperstellplatz richten wir die Bikes samt Hundeanhänger her. Dann sausen die Reifen den Asphalt entlang. Wellenbrecher aus grauem Granit säumen den Rand, dahinter schimmert türkisfarbenes Wasser durch Tangfelder. Links tauchen Schären auf, rechts verschwinden sie wieder. Manche tragen ein einzelnes Bootshaus, andere nur Flechten, darauf ein paar Möwen.
Auf der Hauptinsel Smøla öffnet sich die Landschaft. Heide breitet sich bis zum Horizont aus, durchbrochen von spiegelnden Wasserflächen. Hopen, der Verwaltungssitz, besteht aus wenigen Gebäuden entlang der Straße. Eine weiße Kirche mit spitzem Turm ragt über rote Wohnhäuser und graue Felsen. Die Route schwenkt Richtung Südwesten. Dyrnes und Råket folgen: verstreute Siedlungen an einer zerklüfteten Küste. Wer in diesen Gefilden radelt, genießt die Stille. Und doch gibt es auf der Insel alles was man zum Leben braucht. Wir halten an einem Dorfladen und richten am Picknicktisch davor das Mittagessen her: Zimtschnecken, Brot und Käse.
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