Die Autonomieregion Katalonien hat viel mehr zu bieten als Sonnenurlaub an den bekannten Strände der Costa Daurada und Costa Brava. Auf einer Wohnmobilreise entdeckt man in der nordspanischen Gegend Hochgebirge, verlassene Dörfer, vogelreiche Sumpflandschaften, feinsandige Strände, schroffe Klippen und eine ganz eigene Kultur.

Katalonien ist wie geschaffen für eine längere Reise mit dem Wohnmobil: Die landschaftliche Vielfalt reicht vom Hochgebirge bis ans Meer und das Klima ist exzellent. Wer die Pyrenäen, die Costa Brava und das Ebrodelta im eigenen Tempo erfahren möchte, findet hier sowohl beeindruckende Naturerlebnisse als auch eine hervorragende Camping- Infrastruktur mit einem dichten Netz aus Campingplätzen und offiziellen Stellflächen, die teilweise sogar kostenlos Strom und Wasser bieten.
»Bon dia«, grüßt man andere Camper auf Katalanisch, der Amtssprache in Katalonien sowie im benachbarten Andorra. Nicht nur die Sprache, auch die Kultur unterscheiden sich vom Rest Spaniens, von dem sich die Katalanen auch politisch trennen wollen. Landschaftlich hat Katalonien viel mehr zu bieten als die bekannten Strände an der Costa Daurada und Costa Brava. Im weitestgehend unbekannten Inland erheben sich die Berge auf über 3.000 Meter Höhe. Die Pyrenäen mausern sich gerade erst zur Tourismusdestination, daher sind die Täler und Gipfel entsprechend einsam. Überall gibt es verlassene Dörfer, die aber zunehmend Stein für Stein wieder aufgebaut werden.
Vom Tourismus noch oft unberührt sind auch die Vorpyrenäen der Provinz Lleida. Durch ihre tiefere Lage eignen sie sich als ideale Herbst-, Winter- und Frühjahrsdestination. Wer erstmals in der Gegend landet, der traut seinen Augen kaum. Wie unüberwindbare Mauern erheben sich senkrechte Felsmassive zwischen den Feldern mit Apfel-, Birnen- und Pfirsichbäumen in der Ebene von Lleida (die Obstblüte im Frühjahr ist ein besonderes Schauspiel) und dem Hochgebirge der Pyrenäen. Dazwischen laden kristallklare Stauseen zum Bad im klirrend kalten Wasser oder zum Kajakfahren ein.
Die Flüsse Noguera Pallaresa, Noguera Ribagorçana und Segre haben tiefe Schluchten gegraben, an deren bis zu fast 1.000 Meter hohen Wänden nicht nur zahlreiche Greifvögel – darunter der seltene Bartgeier – nisten, sondern sich auch unzählige Möglichkeiten zum Klettern und Klettersteiggehen bieten. Traumsträßchen führen durch die Landkreise La Noguera, Pallars Jussa, Alt Urgell und Solsonès, wo es oft kostenfreie Stellplätze der Gemeinden gibt – ein Kontrastprogramm zu den vollen Stellplätzen der Küste im Hochsommer. Anlagen wie der Camping de Àger mit großen Parzellen, umgeben von Mandel- und Olivenbäumen und mit Blick auf das Montsec-Massiv oder der Camping La Noguera in Sant Llorenç de Montgai gelten als ideale Basis für Touren in die Vorpyrenäen.
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