Wasserhahn auf, Wasser marsch. Im modernen Reisemobil klappt das genauso komfortabel wie daheim, und da wohl niemand Lust hat auf »Land unter«, Modergeruch oder andere gemeine Überraschungen, werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und erläutern die Technik dahinter.

Mal ehrlich: Der größte Luxus an Bord eines Wohnmobils sind nicht das komfortable Bett oder der Flatscreen. Es ist das fließende Wasser! Egal, ob Sie gerade autark am Nordkap campen oder auf einem Luxusplatz in der ersten Reihe an der Adria stehen: Einfach kurz den Wasserhahn betätigen und schon fließt das kühle Nass.
Doch was für uns im Alltag selbstverständlich ist, erfordert an Bord eines Fahrzeugs ein ausgeklügeltes System aus Tanks, Pumpen und Leitungen. Im Kern geht es dabei um die strikte Trennung der drei Wasserarten: Das Wasser aus dem Frischwassertank versorgt Waschbecken, Dusche sowie die Toilettenspülung. Sauberkeit ist hier oberstes Gebot.
Das Abwasser aus Küche und Bad wird im sogenannten Grauwassertank gesammelt, der meist unterhalb des Fahrzeugbodens montiert ist und in regelmäßigen Abständen an dafür vorgesehenen Stellen entsorgt werden muss. Gleiches gilt für die Toilettenkassette, in der Fäkalien landen. Der Inhalt wird häufig als Schwarzwasser bezeichnet. Damit die Technik reibungslos funktioniert und die Hygiene gewahrt bleibt, ist ein grundlegendes Verständnis der Wasseranlage im Wohnmobil hilfreich. Wer die Grundlagen durchschaut hat, kann kleine Störungen oft selbst beheben, sorgt für eine lange Lebensdauer der Bordtechnik und kann seinen Roadtrip ganz entspannt genießen.
Frischwassertank
Sichergestellt wird die Wasserversorgung im Wohnmobil durch den Frischwassertank. Er speist sämtliche Entnahmestellen wie Küche, Bad, Dusche sowie bei den meisten Fahrzeugen auch die Toilettenspülung mit Wasser und besteht in der Regel aus lebensmittelechtem Kunststoff. Das Material ist geschmacksneutral, robust, für den dauerhaften Kontakt mit Trinkwasser geeignet und üblicherweise lichtundurchlässig, um die Bildung von Algen und Keimen auf ein Minimum zu reduzieren.
…



