Viele Reisende bleiben nur im Hotel und am Pool. Schade! Denn Gran Canaria hat gerade für Radfans viel zu bieten. Egal, ob man es gemütlicher angehen oder sich ordentlich auspowern will: Die Möglichkeiten sind groß. Außerdem kann man bei einer Tour die ruhige und weniger touristische Seite der Kanareninsel kennenlernen.

Es sind nur wenige Kilometer – und doch fühlt es sich an wie eine Reise in eine andere Welt. Vorhin standen wir noch am Atlantischen Ozean, am Strand, mit feinem Sand unter den Füßen und dem weiten Blau des Meeres vor uns. Jetzt radeln wir durch einen schmalen, felsigen Canyon. Das Gestein türmt sich in zahlreichen Schichten hoch auf und leuchtet in Schwarz, Rot und Braun. Kakteen und Bambusgräser säumen den Weg, der sich durch das Tal und in engen Serpentinen auf den Berg hinaufschlängelt.
Mit dabei ist Alfredo Montes, ein 38 Jahre alter Bike-Enthusiast, der Besucherinnen und Besuchern die unterschiedlichen Facetten seiner Heimat Gran Canaria am liebsten radelnd zeigt. »Viele Touristen kommen nur wegen der Sonne und bleiben im Hotel und am Pool«, sagt er. Manche besuchten die berühmten Dünen an der Südküste, sehen aber sonst wenig von der Kanareninsel. »Schade, denn wir haben so viel mehr!«, findet der Guide. Allein die Wanderund Bike-Möglichkeiten seien ideal – auch, aber nicht nur wegen des Wetters.
Alfredo radelte schon seit jeher viel über die Insel, nahm oft Freunde mit und suchte nach schönen Fotospots. Nach der Schule aber studierte er zuerst Betriebswirtschaftslehre und arbeitete in der Wirtschaft, bevor er vor zwei Jahren sein Hobby zum Beruf machte: Er gründete sein Unternehmen »I am Pedal« und spezialisiert sich dabei auf individuelle Radtouren.
»Ich entdecke noch immer neue Orte«, erzählt der Guide, als wir ihn am Vormittag treffen. Immerhin erinnert Gran Canaria an einen Mikrokontinent mit verschiedensten Landschaften. Wie die anderen Kanaren ist sie einst durch vulkanische Aktivität entstanden. Vor allem im Norden ragen Berge in die Höhe, darunter der bekannte Pico de las Nieves mit 1.949 Metern. Über die Zeit haben Wind und Regen das Gestein aber auch geformt und ausgewaschen. Bizarre Felsformationen und tiefe Schluchten gehören daher genauso zum Bild von Gran Canaria wie schattig-grüne Wälder im Norden und die flachere Küste im Süden mit ihren langen und breiten Stränden.
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