Hier das geschäftige Treiben der Ewigen Stadt Rom, dort die Stille der Berge in den Abruzzen. Hier eine Metropole, in der man mehr als einmal im Leben gewesen sein muss, dort verwunschene Dörfer und einsame Buchenwälder, in denen immer noch Wölfe und Bären leben. Kann das zusammenpassen?

Eine Städtetour in eine pulsierende Großstadt und ein Outdoorurlaub im Niemandsland als Kontrastprogramm während einer Reise? Geht das? Nun, der Heilige Ambrosius, Bischof von Mailand, (339 – 397) wird im Englischen gern zitiert mit seinen Worten »When in Rome, do as the Romans do« – auf Deutsch: »Andere Länder, andere Sitten«. Hält man sich an den klugen Spruch, dann folgt man in Rom eben den Gewohnheiten der Einheimischen. Und für die ist es völlig selbstverständlich, ihr verlängertes Wochenende oder ihren Kurzurlaub in den Bergen im Landesinneren zu verbringen. Vielleicht ist das sogar eine besonders gelungene Kombination und vereint zwei faszinierende Gegenpole.
In der »ewigen Stadt«
Seit rund drei Jahrtausenden ist Rom besiedelt, für lange Zeit war sie die bedeutendste Stadt der Welt, immer noch ist sie eine der wichtigsten in Europa. Heute ist Rom nicht nur die Hauptstadt Italiens mit drei Millionen Einwohnern (zusätzlich vier Millionen in den Außenbezirken) und eine der großen Metropolen in Europa, sondern auch regelmäßig unter den Spitzenreitern, wenn es um Besucherzahlen geht. Bereits 2024 brach sie mit über 20 Millionen Gästen einen Rekord, für 2025 erwartete man im »Heiligen Jahr« sogar 50 Millionen Touristen.
Ein Rezept für die Städtereise nach Rom? Man wird wiederkommen müssen, um alles zu sehen. So viel ist klar. Für Rom trifft dies noch mehr zu als für viele andere Städte. Warum also nicht seinen Romaufenthalt unter ein bestimmtes Motto stellen? Ein für viele offensichtliches Thema lautet: das antike Rom. Denn wo gibt es mehr Bauwerke, Ruinen und vor allem Geschichten als in jener Stadt, die der Legende nach 753 v. Chr. gegründet wurde, tatsächlich aber wohl noch älter ist, und die dann für ein Jahrtausend die damalige Welt beherrschte? Nicht umsonst ist das historische Zentrum Roms als UNESCO- Welterbe gelistet. Die vielfältigen Einflüsse Roms verspüren wir zudem noch immer, egal ob es um europäische Sprachen, politische Systeme oder das Rechtswesen geht.
Mit dem Besuch des einstigen Marktplatzes erlebt man ein besonders faszinierendes Stück Geschichte: Das Forum Romanum ist das Herz des antiken Roms. Das Areal ist wissenschaftlich bestens untersucht und zudem bereits seit der Antike eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten – das wissen wir, seit Asterix und Obelix nach Rom reisten, um ihren Barden Troubadix vor den Löwen zu retten.
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