Im Val di Fassa verschmelzen wilde Zacken und sanfter Flow zu einem vielseitigen Mountainbike Revier. Das Spektrum reicht von technisch anspruchsvollen Enduro-Trails bis zu ausgedehnten E-MTB-Genusstouren vor der Marmolata-Kulisse. Abseits der touristischen Spuren finden Radler in sonnigen Seitentälern wie dem Val Duron ursprüngliche Almen und ladinische Tradition.

Die Gondel brummt eintönig vor sich hin, während wir von Campitello zum Col Rodella hinauf schweben. Unter uns werden die Wiesen des Val di Fassa zu Schachbrettfeldern, dazwischen schrumpfen die Dörfer des Tals auf eine Handvoll dunkler Flecken im saftigen Grün. Stefano Davarda sitzt neben mir, gegenüber stehen unsere Bikes, bereit für die »Sella Ronda«.
Wir haben uns die Umrundung des Sellastocks im Uhrzeigersinn vorgenommen, mit 65 Kilometern und 4.000 Höhenmetern, die wir hauptsächlich bergab zurücklegen werden. Stefano war einer der Initiatoren, die vor rund 20 Jahren den Grundstein fürs Mountainbiken im Fassatal gelegt haben. »Davor bin ich kreuz und quer durch unsere Berge gefahren, auf der Suche nach spannenden Natur-Trails, von denen es hier unzählige gibt«, erzählt er. Seitdem ist viel passiert. Er schlägt eine Karte des Bike District Val di Fassa auf: 18 Trails, 300 Kilometer ausgeschilderte Strecken, erschlossen über die modernen Liftanlagen zwischen den Orten Canazei, Campitello und Alba und mit Querverbindungen in angrenzende Dolomitentäler.
»Als wir das Bike-Projekt gestartet haben, hatten wir den richtigen Riecher, dass Biken in den Alpen eine große Sache wird. Wir wollten das Fassatal dafür fit machen«, erzählt Stefano. Die vom ausgefeilten Wintertourismus genutzte Infrastruktur zusammen mit perfekt präparierten Trails und grandiosen Panoramen katapultierte das Fassatal in die Riege der beliebtesten Mountainbike- Regionen der Dolomiten und etablierte es als Austragungsort der Enduro-Weltmeisterschaften. Die Vorfreude wächst, hier unterwegs zu sein, mit festem Grip unter den Reifen und die wilden Zacken, Türme und Zinnen der Dolomiten vor der Nase.
Dann öffnet sich die Gondel, und wir sind mittendrin in der Dolomitenkulisse, von der ich eben noch geträumt hatte. Entlang der Platt- und Langkofelgruppe verläuft der flache, panoramische Friedrich-August- Weg. Gleich zwei Gründe, warum hier gerade bei Kaiserwetter jede Menge Wanderer flanieren. Je mehr wir uns vom Langkofel entfernen, desto ruhiger wird es. Wir passieren ein ausgedehntes Blockfeld aus Dolomit: die »Steinerne Stadt« Città dei Sassi. Der Sellastock rückt näher, ein grauer Koloss, der eine harte Grenze zwischen den ladinischen Tälern von Gröden, Alta Badia, Livinallongo und Fassa zieht.
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