In Bayerns Mitte liegt eine Landschaft mit südlichem Flair: Helle Kalkfelsen, sonnige Wacholderheiden und historische Städtchen säumen bei Radtouren im Naturpark Altmühltal den Weg. Glitzernde Flüsse und der Main-Donau-Kanal erweisen sich als entspannte Tourbegleiter, während Hopfengärten, Streuobstwiesen, Felder und Fischteiche am Wegesrand Appetit auf regionale Spezialitäten machen.

Der bekannteste Weg durch diese Szenerie ist der Altmühltal-Radweg, der sich von Gunzenhausen bis Kelheim erstreckt. Fast ohne Steigungen führt er entlang des Flusses – ideal, um die Umgebung in aller Ruhe zu entdecken. Hier, wo einst der Urvogel Archaeopteryx seine Spuren hinterließ, wird jede Tour auch zu einer Reise in die Erdgeschichte. Wer tiefer eintauchen möchte, folgt dem GeoRadweg und radelt durch Millionen Jahre Naturgeschichte.
Doch das Altmühltal lässt sich nicht nur linear erfahren. Rundtouren führen hinauf auf die Jurahöhen, wo sich hinter jeder Kuppe neue Ausblicke eröffnen. Mit einem E-Bike werden selbst anspruchsvollere Abschnitte zum Vergnügen – und die zahlreichen Ladestationen laden ohnehin dazu ein, unterwegs einzukehren und regionale Spezialitäten zu probieren.
Im Zeichen des Wassers
Gunzenhausen, das Tor zum Naturpark, ist ein idealer Ausgangspunkt. Von hier aus führt die »Zwei-Seen-Tour« zunächst sanft durch das breite Tal der Altmühl. Die Ruhe wird nur vom leisen Plätschern des Wassers begleitet – bis ein kleiner Abstecher in den Wald ein Naturwunder offenbart: eine »Steinerne Rinne«, gewachsen aus Kalk und Wasser, die sich über Jahrhunderte selbst aufgebaut hat.
Wenig später stößt man auf ein Stück unvollendeter Geschichte: die Fossa Carolina. Schon Karl der Große träumte hier davon, Main und Donau zu verbinden – ein kühnes Projekt, das seiner Zeit voraus war. Erst viele Jahrhunderte später wurde diese Vision Wirklichkeit, wenn auch an anderer Stelle.
In Treuchtlingen wartet neben dem eindrucksvollen Renaissance-Schloss pure Entspannung: In der Altmühltherme sprudelt jahrtausendealtes Heilwasser. Doch die Route biegt bald ab – hinein ins hügelige Hahnenkammgebiet. Hier wird das Radeln sportlicher, die Landschaft wilder. Der Hahnenkammsee lädt zur Pause ein, bevor es weiter nach Heidenheim geht, wo ein Kloster aus dem 8. Jahrhundert von der frühen Christianisierung Frankens erzählt.
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