Unsere Autorin Birgit-Cathrin Duval will es wissen und wagt sich erstmals aufs Gravelbike. Damit erklimmt sie die höchsten Gipfel des Schwarzwalds und erlebt einen Höhenrausch voller Glücksgefühle.

Alle Welt gravelt. Die Radwelt scheint nur noch aus Gravelbikes zu bestehen. Nur ich, so scheint mir, bin irgendwo steckengeblieben in der Ära, als Mountainbikes die Berge eroberten. In der Garage hängt noch immer mein Rocky Mountain Hammer Race von 1996. Grip-Shift- Schaltung galt damals, vor 30 Jahren, als neueste Innovation.
Zwischenzeitlich bin ich auf E-MTBs umgesattelt. Mit Akku radeln macht Spaß, vor allem bergauf. Doch mit dem Gewicht der E-Räder konnte ich mich nie anfreunden. Und schielte mit neidvollem Blick auf die Gravelbiker und ihre unbeschwerten Bikepacking-Trips.
Früher haben wir das auch gemacht, damals, auf unseren Mountainbikes. Das Gepäck trugen wir im Rucksack anstatt am Rahmen. Alpencross nannte sich das. Einfach losfahren, die pure Freiheit auf Rädern genießen. Wie ungläubig die Leute geguckt haben, als wir beiden Mädels mit unseren Mountainbikes auf den Berghütten auftauchten. Höchste Zeit also, selbst einmal auszuprobieren, wie es sich anfühlt, Bikepacking mit einem Gravelbike zu erleben.
Wie gut, dass es im Schwarzwald eine Bike- Schmiede gibt, die sich auf Reisefahrräder spezialisiert hat. Was lag also näher, als für mein Bikepacking-Wochenende im Schwarzwald eines ihrer Stahlgraveler zu testen.
Zwischen meinem Rocky Mountain und dem Tout Terrain Ceres liegen Welten. Der Dropbar ist etwas vollkommen Neues für mich. Und die Schaltung erst. Elektronisch. Per Funk gesteuert. So in etwa muss sich ein Apollo-Veteranen- Astronaut fühlen, der mit der Artemis-Mondmission im Jahr 2026 ins All fliegt.
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