Der Reschensee gibt uns Gravelbikern viele Gründe, sich in das Gebiet zur Grenze Italiens aufzumachen: einsame Berggipfel, viele Sonnenstunden und ein Gebirgssee, der nach einer anstrengenden Tour geradezu zum Baden einlädt.

Sehnsüchtig schaue ich Richtung Tal und sehe den türkis leuchtenden Reschensee unter mir. Wie gerne würde ich meine schmerzenden Waden jetzt in das kühle Nass tauchen, aber unser Ziel liegt ein paar hundert Höhenmeter weiter oben und ist mit weit mehr Kraftaufwand erreichbar, als der Gebirgssee, der zwischen den Bergen leuchtet. Dabei hat unsere Tour eigentlich sehr gemütlich angefangen: Nach ein paar Kilometern am See, sind wir schließlich in die Höhe geradelt und haben Serpentine für Serpentine Höhenmeter gesammelt.
Der Reschensee zählt zu den beeindruckendsten Spots für Gravelbiker in den Alpen. Eingebettet zwischen den schroffen Gipfeln Südtirols, direkt an der Grenze zu Österreich und in unmittelbarer Nähe zur Schweiz, bietet die Region rund um den See ideale Voraussetzungen für abwechslungsreiche Touren auf Schotter-, Waldwegen und alpinen Bergstraßen. Der See ist durch den versunkenen Kirchturm von Graun, der geheimnisvoll aus dem Wasser ragt und jedes Jahr tausende Besucher anzieht, bekannt geworden und ist das Postkartenmotiv der Region.
Morgens am Reschensee
Schon früh am Morgen zeigt sich die einzigartige Atmosphäre des Reschensees. Wenn die Sonne langsam hinter den Bergen aufgeht und sich das Morgenlicht auf der klaren Wasseroberfläche spiegelt, beginnt für uns Gravelbiker der perfekte Tag. Die Luft ist klar und frisch, und die Temperaturen selbst im Hochsommer angenehm. Während unten im Tal oft große Hitze herrscht, bleibt es am Reschensee meist ideal zum Radfahren. Genau diese Kombination aus Natur, Klima und abwechslungsreichen Wegen macht die Region so beliebt.
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