Der Frankenalb Panoramaweg lässt sich am besten in drei Etappen als großer Rundweg erwandern. Charakteristisch für den knapp 60 km langen Wanderweg sind anspruchsvolle Anstiege, die schon kurz darauf mit eindrucksvollen Ausblicken entlohnt werden

Gleichzeitig führt die Route durch eine geschichtsträchtige Kulturlandschaft: Überreste einer keltischen Höhensiedlung, ein ehemaliges Klosterdorf und eine romantische Burgruine säumen den Weg. Naturnahe Pfade, stille Wälder und die fränkische Küche in den malerischen Dörfern machen die Tour zu einem besonderen Wandererlebnis. Zudem ist der Frankenalb Panoramaweg als »Qualitätsweg Wanderbares Deutschland« ausgezeichnet. Das Gütesiegel wird vom Deutschen Wanderverband nur an solche Wege verliehen, die den hohen Ansprüchen der Wanderexperten entsprechen.



Bereits die erste Etappe hält so einige Highlights bereit. Der Anstieg auf die Houbirg, die mit 616 Metern zu den höchsten Erhebungen im Nürnberger Land zählt, wird mit einem herrlichen Ausblick auf den Happurger Stausee und das gesamte Pegnitztal belohnt. Beeindruckend sind auch die Überreste des spätkeltischen Ringwalls, der die Houbirg umgibt. Obwohl diese zwar verwittert und überwachsen sind, erreichen Teile der Wälle noch immer Höhen von bis zu acht Metern und eine Breite von rund 18 Metern.
Auch die zweite Etappe begeistert mit landschaftlicher Vielfalt und historischen Orten. Der Mosenhofer Obstanger und das ehemalige Hirtenhaus erinnern an die ehemalige Hirtenkultur. Vorbei an Streuobstwiesen, Bächlein und Forellenteichen führt der Weg durch eine idyllische Landschaft. Die inzwischen müde gewordenen Füße lassen sich in der Kneippanlage von Kucha wieder aufwecken. Weitere Höhepunkte sind die Kapellenruine St. Ottmar und Ottilien sowie das idyllische Hammerbachtal.
Die dritte Etappe beeindruckt mit dem Naturdenkmal »Steinerne Rinne« bei Engelthal. Hier hat kalkhaltiges Wasser bizarre, stetig weiterwachsende Rinnen geformt, durch die es fließt. In Engelthal zeugen die restaurierte Willibalds-Kapelle und die Überreste eines Dominikanerinnenklosters von einer langen Geschichte des Orts. Zum Abschluss der Etappe wartet am Aussichtspunkt »Jungfernsprung« auf dem Deckersberg noch einmal ein bezaubernder Blick über den Happurger Stausee.
Das Lassostück des Frankenalb Panoramawegs ist die »Königsetappe« und lässt sich bestens als Tagestour gehen. Gleich zu Beginn der rund 18 Kilometer langen Tour lädt das Museum Urzeit-Bahnhof zu einem Besuch ein, weiter führt die Tour zur Burgruine Lichtenegg, bei der sich ein herrlicher Panoramablick über die Hersbrucker Schweiz im Nürnberger Land eröffnet. Bei gutem Wetter reicht die Sicht sogar bis in den Oberpfälzer Wald und ins Fichtelgebirge. Weiter führt der Weg über den Verlauf aus Etappe 1 auf die Houbirg bis nach Happurg.
Die Tagestour beginnt am S-Bahnhof Hartmannshof und endet am S-Bahnhof Happurg, sie eignet sich daher ideal für Ausflüge ohne Auto.
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