Was viele nicht wissen: Die Hauptstadt befindet sich auf wasserreichem Gebiet und besteht aus vielen Inseln. Das fällt nicht immer sofort auf. Aber wer sich auf Spurensuche begibt, lernt nicht nur neue Facetten kennen, sondern kann auch mühelos von Eiland zu Eiland radeln.

Von Insel zu Insel fahren? Das ist wahrscheinlich nichts, was viele für eine Berlinreise auf dem Plan haben. Die Idee des Eiland-Hopping verbindet man wohl eher mit den Inseln im Mittelmeer, der Karibik oder einem skandinavischen Archipel. Doch so weit muss man gar nicht ins Ausland reisen, wenn man eine Insel nach der nächsten besuchen will – in Berlin ist das sogar bestens per Rad möglich. Denn was viele nicht wissen: In der Hauptstadt findet man zahlreiche Inseln.
Auf den ersten Blick fällt das vielleicht gar nicht auf. Das offenbart sich schließlich erst bei genauerem Hinschauen. Doch die Stadt ist wie ein Puzzle aus vielen verschiedenen, kleinen und größeren Inseln zusammengesetzt. Fähren braucht man nicht. Stattdessen fahren wir einfach unbeschwert von Insel zu Insel.
Verborgene Inselstadt
Für die Berliner ist der Inselgedanke dabei an sich nichts Neues, sondern gehört zur Geschichte. Denn zu Zeiten der deutschen Teilung war der Westteil der Stadt umgeben von der DDR und damit abgeschnitten vom Rest der Bundesrepublik. Auch jetzt hat Berlin eine besondere Lage: Drumherum gibt es abgesehen von Potsdam kaum größere Städte, stattdessen viel Weite und Fläche.
Um nun aber mehr über Berlins echte Inseln herauszufinden, beginnen wir unsere Tour mitten im Zentrum. Dort treffen wir den Guide Sascha Möllering, der Besucher radelnd durch die City führt und viel über die Entstehung berichten kann. »Der Name Berlin kommt vom Slawischen ›Brlo‹, was ›Sumpf‹ bedeutet«, weiß er. Das deutet an, wie wasserreich es in der Gegend schon früher war. »Die Wasserwege waren früher die Lebensader und ein wichtiger Handelsweg.«
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