In den österreichischen Alpen gibt es viel zu erleben: Panoramastraßen, die sich bis weit über 2.000 Höhenmeter in hochalpine Landschaften schrauben. Donnernde Wasserfälle, die in mehreren Stufen durch dichte Wälder ins Tal stürzen. Mittelalterliche Altstadtgassen, eingebettet zwischen Bergen und Flüssen. Und immer wieder diese Faszination, wenn sich hinter der Kurve plötzlich ein neues Tal öffnet oder der Blick bis zu vergletscherten Gipfeln reicht.

Die Aufregung steigt. Die Berge am Wegesrand werden höher, die Minuten auf dem Navi weniger. Bald werde ich die österreichischen Alpen erreichen und meine zweiwöchige Reise durch die mächtige Bergwelt Tirols, des Salzburger Lands und Kärntens beginnen. Sie ist ein Spielplatz für Wanderer, Radfahrer und Wassersportler, ein Rückzugsort für Ruhesuchende und gleichzeitig ein Lebensraum für Menschen, die seit Jahrhunderten mit den Bergen leben. Viele Campingplätze liegen hier so spektakulär, dass man morgens die Campertür öffnet und direkt auf schneebedeckte Gipfel blickt. Oft beginnt der Wanderweg unmittelbar am Platz. Keine lange Anfahrt, kein Parkplatzstress – einfach loslaufen. Wenig später steht man zwischen Almen, auf denen Kuhglocken durch die klare Luft hallen, während Murmeltiere nach einem schrillen Pfiff zwischen den Steinen verschwinden.
Wandertour Gaisalmsteig
Tourdetails
Dauer: 3 Std.
Höhenmeter: 120 Hm
Länge: 8,5 km
Schwierigkeit: Mittel
Tourencharakter
Am Achensee startet direkt am Alpen Caravan Park der dreistündige Gaisalmsteig, der sich eng an die Felsflanken schmiegt. Auf Wurzelwegen, Schotter und Steinstufen ist Trittsicherheit gefragt, ausgesetzte Passagen sind drahtseilgesichert. Den Rückweg kann man per Schiff zurücklegen.
Einkehr
Die Gaisalm mit Terrasse und Spielplatz ist nur zu Fuß und per Schiff erreichbar. Die Öffnungszeiten sind saisonabhängig.
Andere Plätze liegen direkt an glasklaren Seen. Morgens hängt noch Nebel über dem Wasser, am Ufer ist es still bis auf das leichte Klatschen kleiner Wellen gegen die SUP-Boards. Wer mutig genug ist, taucht bereits früh ins oft noch überraschend kalte Wasser ein. Später am Tag füllen sich Uferpromenaden, Radwege und Bergbahnen langsam mit Leben, ohne dass die Region ihren entspannten Charakter verliert.
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