Wer das Vogtland nur mit Wintersport verbindet, wird überrascht sein. Zwei aussichtsreiche Radtouren ab Mühlleithen verbinden Natur, Technik und Kultur: zur imposanten Göltzschtalbrücke sowie über Schöneck und Markneukirchen bis nach Adorf – mit vielen stillen Wegen und spannenden Entdeckungen am Streckenrand.

Großartig! Was für eine nicht enden wollende, herrliche Abfahrt durch diesen duftenden Fichtenwald in der Morgenfrische. Diese Abfahrt ist der Auftakt zu zwei Vogtland-Touren, die beide am Bett+Bike-zertifizierten Waldund Aktivhotel Vogtland in Mühlleithen bei Klingenthal starten: Die erste führt zur monumentalen Göltzschtalbrücke, die zweite als Rundtour über Schöneck, Markneukirchen und Adorf.
Das Waldhotel Vogtland ist auf 860 Metern Höhe der ideale Ausgangspunkt. Beide Touren starten am Waldhotel und folgen zunächst derselben traumhaften Abfahrt, ehe sie sich an der Talsperre Muldenberg in zwei ganz unterschiedliche Richtungen verzweigen. Von hier geht es wunderbare sechs Kilometer auf dem Radfernweg »Sächsische Mittelgebirge« durch den Wald bergab.
Anders im Winter: Dann verwandelt sich der Weg in die berühmte Kammloipe, eine der schönsten und schneesichersten Langlaufstrecken Deutschlands. Wir befinden uns mitten im Naturpark Erzgebirge/Vogtland und im Wintersportzentrum der Reiseregion Vogtland. Dann herrscht im Waldhotel Hochbetrieb mit Winterurlaubern und -sportlern, oder, wenn Wettkämpfe sind, mit den besten Skispringern, die ihre Weltcups in der Sparkasse Vogtland Arena Klingenthal austragen. Sparkasse? Zwischen zwei Sprüngen zum Geldautomaten? Quatsch, das Geldinstitut ist Haupt- und Namenssponsor der spektakulären Schanze, erbaut 2006 und eine der modernsten Skisprung-Anlagen der Welt. Mit Skilangläufern müssen wir jetzt Anfang Juni auf unserem ruhigen Radweg jedenfalls nicht rechnen. Wir können das »Waldbad« im Fahrradsattel in vollen Zügen genießen.
Wir erreichen die Talsperre des aufgestauten Flüsschens Mulde. Das Vogtland ist eine sehr wasserreiche Region. Ob als Schnee fürs Winterparadies, als Schmelzwasser für den Betrieb von Mühlen oder als Transportmittel für Holz: Wasser spielt und spielte im Vogtland eine riesengroße Rolle. Ohne die ausgeklügelte Wasserwirtschaft wären die Wälder des Vogtlands sicher nicht so intensiv genutzt worden. In Muldenberg, dem ersten Flößerdorf Deutschlands, erinnert ein kleiner Flößerpark mit Spielplatz an diese Geschichte. Jahrhundertelang war es eine Lebensgrundlage der Menschen, Brennholz von hier oben über kunstvoll angelegte Floßgräben, Bäche und Flüsse bis hin nach Leipzig zu flößen. Mit dem Bau der Eisenbahn war’s damit vorbei.
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