Zwischen den Dolomiten und dem Lago di Garda liegt eine Region, die wie geschaffen ist für alle, die ihre Welt vom Fahrradsattel aus entdecken möchten. Das Trentino verbindet alpine Abenteuer, mediterranes Lebensgefühl und eine Bike-Infrastruktur, die ihresgleichen sucht.
Manchmal entscheidet eine Kurve über den Charakter einer Reise. Noch eben führt der Weg durch schattigen Wald, wenige Minuten später öffnen sich gigantische Panoramen: schroffe Dolomitengipfel, tiefblaue Seen und weite Täler liegen vor einem. Genau diese Momente machen das Biken im Trentino so besonders. Die norditalienische Region zwischen den Brenta-Dolomiten und dem Gardasee ist ein Gebiet der Kontraste. Hier treffen hochalpine Landschaften auf mediterrane Einflüsse, jahrhundertealte Kulturlandschaften auf moderne Bike-Infrastruktur und sportliche Herausforderungen auf genussvolle Entdeckungsmomente. Für Radfahrer eröffnet sich ein außergewöhnlich vielfältiges Terrain. Mountainbiker finden technische Trails, lange Enduro-Abfahrten und alpine Mehrtagestouren. Rennradfahrer folgen den Spuren großer Radsportklassiker über legendäre Pässe. Gravel-Fans entdecken stille Schotterwege, Weinberge und historische Verbindungen zwischen Bergdörfern. Familien und Genussradler genießen bestens ausgebaute Radwege entlang von Flüssen, Seen und durch abwechslungsreiche Täler. Mehr als 60 Prozent der Region sind bewaldet, über 300 Seen prägen das Landschaftsbild und zahlreiche Naturparks schützen eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Der Naturpark Adamello Brenta, die Brenta-Dolomiten als UNESCO-Welterbe und die weiten Täler westlich von Trento bilden eine Kulisse, die jede Tour zu einem besonderen Erlebnis macht. Dabei überzeugt das Trentino nicht nur mit Landschaft. Die Region hat in den vergangenen Jahren konsequent in den Radsport investiert: Bikeparks, ausgeschilderte Tourennetze, Liftanlagen mit Fahrradtransport, professionelle Guides und spezialisierte Unterkünfte schaffen ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Bikeurlaub.
Besonders intensiv erlebt man das Trentino auf dem Mountainbike. Hier geht es nicht nur darum, Kilometer und Höhenmeter zu sammeln. Es geht um das Gefühl, mitten in der Landschaft unterwegs zu sein – mit jedem Anstieg, jeder Abfahrt und jeder Aussicht ein Stück näher an der Natur. Gerade im Herbst zeigt sich die Region von ihrer schönsten Seite. Wenn die Lärchen golden leuchten, die Luft klarer wird und die sommerliche Hitze verschwunden ist, beginnt für viele Mountainbiker die beste Jahreszeit. Auf den Trails begleitet der Duft von feuchter Erde, Wald und frisch gefallenem Laub. Kristallklare Sicht, stabile Wetterbedingungen und weniger frequentierte Wege machen diese Jahreszeit zu einem echten Geheimtipp. Die Vielfalt ist beeindruckend: Während im Tal noch mediterrane Temperaturen herrschen, ist zwischen den Gipfeln der Dolomiten bereits der Herbst eingezogen. Dazwischen liegen unzählige Wege – von entspannten Forststraßen bis zu anspruchsvollen alpinen Trails.
Eine der landschaftlichen Perlen ist die Valagola- See-Tour. Der Weg führt durch den Naturpark Adamello- Brenta hinauf zu einem der schönsten Bergseen der Region. Das Wasser spiegelt die umliegenden Gipfel, während die Ruhe dieses Ortes einen Kontrast zu den Anstrengungen der Auffahrt bildet.
Ebenfalls eindrucksvoll ist der Monte-dei-Pini-Trail im Val di Ledro. Das Tal ist bekannt für seine üppige Vegetation, seine ursprünglichen Landschaften und den Wechsel zwischen Waldpassagen und offenen Panoramastrecken. Besonders im Herbst entsteht eine einzigartige Verbindung zwischen Sport und Naturerlebnis.
Die Lago-dei-Caprioli-Tour wiederum zeigt die ganze Vielfalt des Naturparks Adamello-Brenta. Zum Lago dei Caprioli gelangt man auf einer abwechslungsreichen Tour zwischen Wald, Bergen und alpiner Kulturlandschaft. Wälder, offene Almflächen und beeindruckende Bergblicke wechseln sich ab und machen die Strecke zu einer Tour, bei der nicht allein die Abfahrt zählt, sondern vor allem der Weg selbst. Wer es ruhiger angehen möchte, findet mit dem Ziro del Lez eine weitere reizvolle Route. Der historische Wasserweg verläuft nahezu auf gleicher Höhe und eignet sich auch für weniger erfahrene Biker. Die warmen Farben der Lärchen im Herbst schaffen hier eine künstlerisch anmutende Kulisse. Ein Must-Ride ist die Valagola-See-Tour, ein Naturerlebnis im Herzen des Naturparks Adamello-Brenta mit spektakulärem Dolomitenpanorama.

Das Gravelbike passt perfekt zum Charakter des Trentino. Es verbindet die Geschwindigkeit des Rennrads mit der Abenteuerlust des Mountainbikes und eröffnet neue Wege. Abseits großer Straßen führen Schotterpisten, Forstwege und kleine Nebenrouten durch eine Landschaft voller Überraschungen. Hinter jeder Abzweigung kann ein neues Highlight warten: ein abgelegenes Bergdorf, eine alte Kapelle, eine Alm mit regionalen Spezialitäten oder ein Aussichtspunkt über ein ganzes Tal. Das Besondere am Graveln im Trentino ist die Vielfalt auf engem Raum. Morgens kann die Tour an einem Bergsee beginnen, mittags führt sie über alpine Hochflächen und am Abend rollt man durch sonnige Weinberge entspannt weiter Richtung Tal.
Eine besondere Empfehlung ist der Giro del Vino 50. Die insgesamt circa 55 Kilometer lange Rundstrecke führt durch die Piana Rotaliana Königsberg, eine der bekanntesten Weinlandschaften Norditaliens nördlich von Trento. Zwischen gepflegten Rebhängen, historischen Dörfern und sanften Hügeln zeigt sich das Trentino von seiner genussvollen Seite. Die Route verbindet sportliche Aktivität mit kulinarischer Entdeckung. Zahlreiche Weingüter und regionale Produzenten laden zu Pausen ein – perfekt für alle, die nicht nur Strecke machen, sondern eine Region näher kennenlernen möchten.
Das Trentino ist Radsportgeschichte. Seit Jahrzehnten gehören die Straßen über die Alpenpässe der Region zu den spektakulärsten Herausforderungen im italienischen Radsport. Wer hier in die Pedale tritt, fährt auf den Spuren großer Champions. Zahlreiche Giro-d’Italia- Etappen führten durch die Region und machten viele Anstiege zu Klassikern. Die Faszination liegt hierbei in der Kombination aus Herausforderung und Landschaft: lange Kehren, wechselnde Perspektiven und plötzlich auftauchende Gipfel, die einige Auffahrten zu einprägsamen Erlebnissen machen.
Die große Dolomitenrunde verlangt Kondition, belohnt aber mit Panoramen, die zu den schönsten der Alpen zählen. Ebenso beeindruckend ist die Fahrt durch das Val di Cembra. Zwischen Weinbergen, historischen Mauern und kleinen Bergdörfern verbinden sich sportliche Herausforderung und kultureller Reichtum. Auch der Mendelpass gehört zu den Klassikern des Trentino. Seine gleichmäßige Steigung und die abwechslungsreiche Streckenführung machen ihn zu einer beliebten Herausforderung für Rennradfahrer. Ein echtes Highlight bleibt der Manghen-Pass. Der legendäre Anstieg verlangt Ausdauer und mentale Stärke, doch oben angekommen wartet jener Moment, für den viele Radfahrer unterwegs sind: das Gefühl, aus eigener Kraft einen Gipfel erreicht zu haben.

Nicht jede große Bike-Erfahrung muss mit maximaler Steigung oder einem technischen Trail verbunden sein. Das Trentino zeigt seine besondere Stärke auch auf den zahlreichen Radwegen, die Täler, Dörfer und Landschaftsräume miteinander verbinden.
Eine der schönsten Routen führt vom Herzen der Brenta-Dolomiten zum Lago d’Itro. Der 57 Kilometer lange Radweg leitet von den Brenta-Dolomiten zum Lago d’Itro und verbindet das Val Rendena, die Giudicarie Centrali und das Valle del Chiese – eine ideale Möglichkeit, die Region in einem entspannten Tempo kennenzulernen. Als »Ciclovia dei Fiori«, zu Deutsch Blumenradweg, macht die Strecke ihrem Namen vor allem im Frühjahr und Frühsommer alle Ehre. Dann verwandeln zahlreiche Wildblumen die Wiesen entlang der Route in ein farbenprächtiges Panorama. Doch auch außerhalb der Blütezeit begeistert die Strecke mit ihrer Vielfalt: Der Weg führt durch Wälder und Wiesen, vorbei an traditionellen Bergdörfern und häufig entlang der Flüsse Sarca und Chiese. Immer wieder öffnen sich Blicke auf die mächtigen Gipfel der Brenta-Dolomiten oder die Gletscher der Adamello-Presanella-Gruppe.
Der Startpunkt liegt in Carisolo oberhalb von Madonna di Campiglio. Von dort führt die Tour durch das Val Rendena bis nach Tione di Trento. Von hier aus bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, die Tour fortzusetzen – entweder Richtung Ponte Pià oder weiter durch das Valle del Chiese bis zum Idrosee. Die Vielfalt macht den Reiz aus: Man erlebt neben unterschiedlichen Landschaften auch die mediterrane und alpine Kultur des Trentino. Kleine Ortschaften, regionale Spezialitäten und die herzliche Gastfreundschaft der Bewohner sorgen für einen gelungenen Aufenthalt.

Wer das Mountainbike liebt und eine echte Herausforderung sucht, findet mit der Dolomiti di Brenta Bike eine der beeindruckendsten Rundtouren der Alpen. Die Route führt um die westlichen Dolomiten und verbindet spektakuläre Landschaften mit sportlichen Herausforderungen. Auf mehreren Etappen erlebt man hier die gesamte Schönheit der Region: alpine Höhenwege, stille Wälder, historische Dörfer und technische Abfahrten.
Die Dimensionen beeindrucken: Insgesamt 171 Kilometer Strecke und rund 7.700 Höhenmeter warten auf der anspruchsvollen Expert-Variante. Diese Version richtet sich an erfahrene Mountainbiker, die kräftezehrende Anstiege und einige hochalpine Passagen nicht scheuen. Die Route führt bis auf etwa 2.300 Meter Höhe und belohnt mit beeindruckenden Ausblicken auf die Brenta-Dolomiten. Die Country-Variante bietet mit 136 Kilometern und rund 4.600 Höhenmetern eine zugänglichere Alternative. Sie verbindet Höhenzüge mit Talpassagen und ruhigen Bergdörfern und ermöglicht es, die Landschaft intensiv wahrzunehmen. Für die Dolomiti di Brenta Bike ist eine versierte Fahrtechnik und ausreichend Kondition erforderlich. Ob sportliche Herausforderung oder genussvolle Mehrtagestour – beide Varianten zeigen, warum die Brenta-Dolomiten zu den faszinierendsten Bike-Regionen Europas zählt.
Es gibt Bikeparks, die ausgezeichnete Downhill-Trails bieten. Und es gibt Orte, die eine ganze Bike-Kultur entwickeln. Die Paganella-Bike-Area gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Auf der Hochebene oberhalb des Lago di Molveno hat sich in den vergangenen Jahren eine der bekanntesten Mountainbike-Destinationen Europas entwickelt. Die Kombination aus spektakulärer Landschaft, professioneller Infrastruktur und abwechslungsreichen Trails macht Paganella zu einem Ziel für Einsteiger, Familien, Enduro-Fahrer und ambitionierte Rider. Ein besonderer Vorteil: die außergewöhnlich lange Saison. Während anderswo die Bikes bereits wieder eingelagert werden, läuft der Betrieb in Paganella oft noch bis Anfang November. Die drei Bike-Zonen Molveno, Andalo und Fai bieten unterschiedliche Levels und sprechen somit verschiedene Zielgruppen an.
Die Molveno-Zone liegt eingebettet zwischen den Gipfeln der Brenta-Dolomiten. Hier finden Einsteiger und Familien perfekte Bedingungen. Die Trails sind spielerisch angelegt, bieten viele Flowpassagen und ermöglichen es auch weniger erfahrenen Fahrern, die Faszination moderner Bikeparks kennenzulernen. Ein Highlight ist der Big-Hero-Trail. Der Flowtrail gehört zu den beliebtesten Strecken der Region und begeistert mit perfekt modellierten Kurven, flüssigen Linien und jeder Menge Fahrspaß. Die Andalo-Zone bildet das Herzstück der Bike-Area. Rund um die Paganella führen abwechslungsreiche Trails durch dichte Nadelwälder und alpine Landschaften. Mit dem Duel-Trail wurde das Angebot um eine moderne mittelschwere Strecke erweitert. Der flowige Trail richtet sich an Fahrer mit etwas Erfahrung und verbindet schnelle Kurven mit einem natürlichen Fahrgefühl. Die Lage zwischen Gipfel und Tal sorgt dabei immer wieder für spektakuläre Ausblicke.
In der Fai-Zone begann vor vielen Jahren die Geschichte der Paganella-Bike-Area. Heute finden erfahrene Mountainbiker hier anspruchsvollere Trails mit Trentechnischem Charakter. Der neue Top-Gun-Trail verbindet die Hochlagen der Paganella mit Fai della Paganella und bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Flow, Steilpassagen und natürlichen Hindernissen. Gerade diese Mischung aus gebauten Trails und alpinem Gelände macht den besonderen Reiz aus.

Neben den großen Trails bietet die Region rund um das Paganella-Gebiet zahlreiche Touren für alle, die lieber aus eigener Kraft unterwegs sind. Die Tour Croz dell’Altissimo führt tief hinein in die Brenta-Dolomiten. Auf Forstwegen geht es durch Wälder, hinauf zu spektakulären Aussichtspunkten. Wer Höhenmeter liebt, nimmt die Herausforderung »To the Top« an. Von Andalo führt die Strecke hinauf zur Cima Paganella (2.125 m). Oben wartet eines der schönsten Panoramen des gesamten Trentino: Der Blick reicht über die Brenta-Dolomiten, das Etschtal und bei klarer Sicht bis zum Lago di Garda. Auch Gravelbiker finden rund um die Paganella und im gesamten Trentino schier unzählige Möglichkeiten. Die Mischung aus alten Wirtschaftswegen, Schotterpassagen und wenig befahrenen Straßen macht die Region zu einem perfekten Revier für Entdecker.
Nach einem langen Tag auf dem Bike beginnt das nächste wichtige Erlebnis: die Erholung. Die zertifizierten Bike-Hotels im Trentino haben sich ganz auf die Bedürfnisse von Radfahrern eingestellt. Sichere Bike-Garagen, Werkstattbereiche, Wäscheservice und individuelle Tourenberatung gehören längst zum Standard. Viele Gastgeber fahren selbst Mountainbike oder Rennrad und kennen die Region aus erster Hand. Ihre Empfehlungen führen oft zu besonderen Aussichtspunkten, versteckten Trails und kulinarischen Geheimtipps. So wird aus einer Unterkunft ein idealer Ausgangspunkt für das nächste Radabenteuer.

Das Trentino ist eine Region, die man nicht nur auf zwei Rädern erlebt. Die Landschaft zwischen den Dolomiten und dem Lago di Garda bietet facettenreiche Optionen, den Aktivurlaub abwechslungsreich zu gestalten – vom Wasserabenteuer in wilden Schluchten bis zur entspannten Naturerfahrung abseits des Fahrrads. Mit mehr als 300 Seen und über 2.000 Kilometern Wasserläufen gehört das Trentino auch für Wassersportler zu den spannendsten Regionen Norditaliens.
Wer nach einer Biketour den besonderen Adrenalinkick sucht, findet beim Canyoning eine völlig neue Perspektive auf die Landschaft. Im Valle del Chiese gehören die Schluchten des Rio Palvico, Rio Nero und des Tignale-Bachs zu den bekanntesten Canyoning-Spots Italiens. Über Jahrhunderte haben Wasser und Gestein spektakuläre natürliche Landschaften geschaffen: enge Felswände, kristallklare Wasserbecken, natürliche Rutschen und beeindruckende Wasserfälle.
Während Canyoning im Rio Palvico auch für Einsteiger geeignet ist, richtet sich der Rio Nero an erfahrene Abenteurer. Sprünge, Abseilstellen und technische Passagen sorgen hier für ein intensives Erlebnis mitten in der Flusslandschaft. Auch Familien kommen auf ihre Kosten. Die Castelfondo-Schlucht im Val di Non bietet gemeinsam mit erfahrenen Guides eine sichere Möglichkeit, die Faszination Canyoning kennenzulernen. Eine weitere Möglichkeit, das Trentino aus einer neuen Perspektive zu erleben, bietet Rafting. Der Noce im Val di Sole zählt zu den bekanntesten Rafting-Flüssen Europas. Auf verschiedenen Abschnitten erleben Familien, Einsteiger und erfahrene Paddler die Kraft des Wassers. Auch der Avisio-Bach im Val di Fiemme eignet sich für Abenteuer. Die Touren verbinden Spaß, Teamgeist und Naturerlebnis und sind somit eine ideale Ergänzung zu einem Bikeurlaub.
Die Leidenschaft fürs Radfahren kennt keine Einschränkungen. Aus diesem Grund entwickelt das Trenbetino seine Angebote kontinuierlich weiter, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu den Trails und Landschaften zu ermöglichen.
Unter dem Leitgedanken »Adrenalin ohne Barrieren « entstehen Angebote für Fahrradtouren, die es Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen ermöglichen, die Freiheit auf zwei Rädern zu erleben. Denn beim Radfahren geht es nicht nur um Geschwindigkeit, die meisten Höhenmeter oder um knifflige technische Passagen auf den Mountainbiketrails. Es geht um das Gefühl, unterwegs zu sein, neue Orte zu entdecken und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Und oft auch um die Freude, Herausforderungen aus eigener Kraft zu meistern.

Was das Trentino von vielen anderen Bike-Destinationen unterscheidet, ist die Verbindung aus Sport, kulturellem und landschaftlichem Reichtum und Lebensqualität. Nach einer anspruchsvollen Tour wartet nicht nur die nächste Herausforderung, sondern auch eine Region voller Genussmomente. Kleine Bergdörfer, traditionelle Küche, regionale Produkte und die italienische Gastfreundschaft gehören genauso zum Erlebnis wie der Trail selbst.
Eine Pause auf einer Alm gehört ebenso dazu wie ein Espresso auf der Dorfplatz-Terrasse, ein Glas Wein in einem historischen Weingut oder ein Bad im klaren Wasser eines Bergsees. Diese Mischung macht den besonderen Charakter des Trentino aus: Hier geht es nicht darum, möglichst schnell wieder am Ziel zu sein. Es geht darum, den Weg zu genießen.

Ob anspruchsvolle Alpenüberquerung, entspannte Familienrunde, technische Enduro-Abfahrt oder genussvolle Gravel-Tour – das Trentino bietet eine außergewöhnliche Vielfalt auf kleinem Raum.
Mountainbiker finden alpine Trails und legendäre Mehrtagestouren wie die Dolomiti di Brenta Bike. Rennradfahrer entdecken Passstraßen mit großer Radsportgeschichte. Gravelfans erkunden Weinberge, Schotterwege und stille Täler. Genussradler genießen bestens ausgebaute Radwege zwischen Seen und Bergen. Dazu kommen moderne Bikeparks wie die Paganella-Bike- Area, spezialisierte Bike-Hotels, professionelle Guides und eine Infrastruktur, die jedes Jahr kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Das Ergebnis ist eine Region, deren Wege nicht nur gefahren, sondern erlebt werden müssen. Manchmal sind es nicht die größten Abenteuer mit den meisten Höhenmetern, an die man sich erinnert. Manchmal ist es ein gutes Gespräch, ein unerwarteter Ausblick, ein lokales Gericht auf einer Berghütte oder der Moment, in dem nach einem langen Anstieg plötzlich die Dolomiten vor einem liegen. All diese Momente machen das Radfahren im Trentino einzigartig.
»Egal, ob mit Gravelbike, Mountainbike oder E-Bike, genießen wird man die Gravel Austria auf jeden Fall«, stellt Sebastian fest. Oberösterreich ist mit vielen Trails und losem Untergrund möglicherweise eher für Mountainbikes geeignet. Die Strecke durch Tirol kann hingegen größtenteils sogar mit dem Rennrad befahren werden, während die Strecke in Niederösterreich rund 35 Prozent, in Vorarlberg rund 30 Prozent Gravelanteil hat. Auch Felix war durch Niederösterreich auf einem Gravelbike mit etwas breiteren Reifen und einer Federgabel unterwegs. Technisch sei es so gut fahrbar gewesen. »Wenig Straße, viele Feldwege, tolle Landschaft«, fasst Felix zusammen.
Kathrin, eine Outdoor-Bloggerin, die in den Niederlanden lebt, fuhr wiederum auf einem Reiserad mit Gravellenker von Ost nach West durch Tirol. Auch sie bestätigt: Österreich ist total auf Fahrradfahrer eingestellt. »Die Infrastruktur in den Kitzbühler Alpen und im Inntal ist hervorragend. Ich musste wenig vorplanen und habe immer spontan eine Unterkunft gefunden«, weiß sie zu berichten. Die Unterkünfte, die sie angesteuert hatte, verfügten über Werkstätten und Ski- bzw. Fahrradkeller. Da die Grenze nach Tirol auf einem Bergpass liegt, ist Kathrin in Zell am See im Salzburger Land gestartet. »Aus den 3.000 Kilometern Gesamtroute kann man sich diejenigen Abschnitte heraussuchen, die am besten auf die Kondition passen«, lobt sie. Aber auch die Jahreszeit und das Wetter können den individuellen Zuschnitt der Strecke beeinflussen.

Im Inntal kann es zum Beispiel sehr heiß werden. Der höchste Punkt der Strecke durch Tirol liegt um die 1.300 Meter und ist oft schon im frühen Herbst und bis Anfang des Sommers schneebedeckt. »Man lernt so unglaublich viel über das Land«, resümiert Kathrin. Sie war besonders beeindruckt vom schicken Ambiente in Kitzbühel. Die Essenz der Radtour durch Österreich war für sie, »dass man einfach in der Früh aufwachen und ohne viel zu planen losfahren kann und dabei weiß, dass man am Abend eine tolles Hotel finden wird und nicht in einer Sackgasse landet.«
Gutes Essen, tolle Landschaften, tolle Menschen und unendlicher Schotterspaß: Österreich ist wie geschaffen für das Graveln und die Gravel Austria die einzigartige Möglichkeit, das ganze Land auf zwei Rädern zu erleben.

Im Folgejahr führte die Gravel-Route Sebastian durchs imposanten Salzburger Land von See zu See und von Wasserfall zu Wasserfall. Die Gravel Austria führt auf ihrem Rundkurs, der grob die Grenzen des Landes nachzeichnet, gleich zwei Mal durch das österreichische Bundesland. Sebastian fuhr von Saalbach zum Salzkammergut mit Auftakt auf einem aussichtsreichen Höhenweg. Flowig wurde es auf dem Asitztrail in Leogang. Später wartete nach jedem Anstieg ein Postkartenmotiv: Die Mandlwände am Hochkönig, die imposante Dachstein-Südwand, die Serpentinen der alten Postalmstraße im Tennengau sowie der Wolfgangsee und Fuschlsee.
Der südliche, rund 90 Kilometer lange Abschnitt, führt vom Großglockner nach Mittersill und dort zum Abschluss über den Pass Thurn insgesamt rund 900 Höhenmeter bergauf. Startet man die Gravel Austria im Nordwesten, am Bodensee, und fährt von West nach Ost, dann ist die Südvariante der Rückweg.
Im Anschluss an das Salzburger Land radelte Sebastian gleich weitere 450 Kilometer und mehr als 8.000 Höhenmeter durch Oberösterreich. Die Strecke, deren Gravelanteil knapp 30 Prozent beträgt und die sonst über asphaltierte Wege und Straßen verläuft, hat kaum einen ebenen Kilometer aufzuweisen. Lediglich entlang einer der vielen schönen Seen oder Flüsse kann man kurzzeitig durchatmen. Unbestrittene Höhepunkte sind der Mondsee im ersten Abschnitt der Tour sowie die Kulturhauptstadt 2024, Bad Ischl, die im letzten Drittel auf einem Abstecher erreichbar ist. Zwischendrin geht es auf einer Schleife durch das Innere Salzkammergut mit der Flussregion Traun, den Kalkalpen und seinen unzähligen kleineren und größeren Seen.
Das Innviertel, das man auf der Gravel Austria ebenfalls durchfährt, wirbt für sich mit der größten Dichte an Brauereien in Österreich. Durst hat man beim Auf und Ab in der hügeligen Landschaft definitiv immer. Besonders idyllisch ist auch der Abschnitt durch das Mühlviertler Granitland. Der abwechslungsreiche Wegemix durch den Böhmerwald verläuft zunächst an der österreichisch-tschechischen Grenze entlang und macht sogar einen kleinen Schlenker nach Tschechien. Mit der Überquerung der höchsten Passstraße Österreichs, dem Koblpass, schafft man den Sprung hinüber nach Niederösterreich.
Ganz anders war die Herangehensweise von Sebastian aus Hamburg, der diesen Sommer durch das Salzburger Land und Oberösterreich geradelt ist und somit Österreich von West nach Ost durchquert hat. Schon im Vorjahr hatte er die damals von der Österreich Werbung ganz neu eingerichtete Gravel Austria auf dem Abschnitt von Bregenz bis zum Traunsee ausprobiert. Seine Erlebnisse hat er in einer Folge seines Podcasts »Off the Path« präsentiert. »Ich war überrascht, wie unglaublich abwechslungsreich das Land ist«, erzählt er. Man radelt über Pässe, durch Dörfer oder auf Flussradwegen und ist dabei stets ganz nah an der Natur.
Sebastian hat seine Radreise im Gegensatz zu Felix ganz langsam angefangen. Am ersten Tag hatte er etwas über 20 Kilometer auf dem Tacho, dann etwas über 30 Kilometer, um am Ende seiner insgesamt 12-tägigen Tour mit insgesamt 1.400 Kilometern Strecke schließlich auch 100 Kilometer und rund 2.000 Höhenmeter am Tag zu schaffen. »Am dritten Tag gewöhnt sich der Körper daran«, stellte er fest.
»Dadurch, dass man jederzeit und überall Unterkünfte bekommt, kann man sich komplett an seine Fitness und das Wetter anpassen«, zeigt er sich begeistert. Auf dem Abschnitt von Bregenz bis zum Traunsee, hatte er lediglich in besonders touristischen Orten wie am Achensee, am Wolfgangsee oder in Bregenz Probleme bei der Unterkunftssuche. »In Oberösterreich wurde es ein wenig dünner und ich habe festgestellt, dass ich besser hätte planen müssen. Dennoch muss ich sagen, dass Österreich, was die Infrastruktur betrifft, ein Traum ist«, weiß der Podcaster zu berichten, der auf seinen Touren mit Hitze genauso wie mit Regen zu kämpfen hatte. Die Kombination aus teils steilen Anstiegen, losem Untergrund und wechselnden Wetterbedingungen macht jede Etappe zu einer Herausforderung. Besonders in den Alpen kann das Wetter schnell umschlagen, und plötzlich findet man sich in dichtem Nebel oder einem unerwarteten Regenschauer wieder. Je nach Abschnitt und Höhe kann man jedoch schon früh im Jahr fahren. Felix’ höchster Punkt auf der Tour lag zum Beispiel auf 1.400 Meter Höhe, wo ein eisiger Wind ihn erwartete.

Insbesondere die rund 260 Kilometer lange Strecke durch Vorarlberg, die Sebastian zur Hälfte gefahren ist, ist außerhalb der Sommersaison nur unter Vorbehalt zu empfehlen: Kops und das Ganifer Tal liegen sehr hoch und werden nicht geräumt. Bis Juni kann hier Schnee liegen, außerdem gilt der erste Abschnitt beim Stausee Kops als äußerst herausfordernd, da er bergab sehr steil ist. Dieses kurze Stück sollte bei Eisgefahr unbedingt geschoben werden. Nach dieser atemberaubenden Abfahrt rollt man dann aber entlang der Ill gemütlich bergab durch das Haupttal des Montafon und tritt dann wieder mit hoher Frequenz bergauf über das Laternsertal bis nach Übersaxen. Den anschließenden etwas steileren Abschnitt von Götzis hinauf zur Emser-Hütte, wo eine wunderbare Fernsicht bis zum Bodensee für die brennenden Waden entschädigt, kann man auch umfahren.
Auch der von Sebastian gewählte Abschnitt vom Bodensee aus beginnt knackig mit einem fordernden Anstieg von Bregenz in Richtung Pfänder, auf den eine spannende Gravel-Abfahrt in den Bregenzerwald folgt. Weiter geht es von Bizau nach Mellau und über das wunderschöne Hochplateau am Fuß der Kanisfluh nach Au. Nach Schoppernau beginnt der längste Anstieg der Tour in Richtung Warth.
Nach einem Ost- und einem Südschwenk verlässt die Gravel Austria Tour Niederösterreich, um bei St. Sebastian an drei einladenden Badeseen vorbeizuführen. Felix kühlte sich am Fluss-Strandbad in Hollenstein die heißgelaufenen Füße ab. Nur kurz, wie er betont, denn der sportliche Streckenzuschnitt, den er gewählt hatte (fünf Tage für 528 Kilometer), ließ nicht allzu viele Pausen zu. Von Hollenstein kann, wer sich dort doch länger aufhalten möchte, die Abkürzung über den Ybbstalradweg nach Göstling nehmen und damit einige Höhenmeter sparen.
Nach einem kurzen Abstecher nach Mariazell führt die Route dann entlang der Traisen Richtung Norden und weiter durch das Gölsental, die Region Elsbeere Wienerwald und durch den Biosphärenpark Wienerwald bis nach Klosterneuburg. Hier wird die Landschaft wieder sanfter, rollt man teilweise gemütlich dahin, während die Postkartenpanoramen an einem vorbeiziehen. »Es war malerisch mit den endlosen Fernblicken«, schwärmt Felix. Die Anstiege, so Felix, haben es in sich, aber die Aussichten lohnen sich jedesmal.

Besonders beeindruckend fand Felix das Wahrzeichen des Mostviertels, die barocke Basilika des Sonntagberges, die man auf einer Panoramastraße erreicht. Durch unberührte Wälder, über Bergrücken mit Traumaussichten und zahlreiche urige Dörfer geht der Weg weiter nach Nordosten und vorbei an Lilienfeld bis zur Donau bei Wien. Die Hauptstadt wird in einem großen Bogen im Süden umfahren, wobei ein Abstecher in die City sich durchaus lohnt. Für Felix und seinen Gravelpartner liegt der Vorteil der letzten Etappe genau darin, dass man sich zwar in der Natur aufhält, aber dennoch jederzeit in die Stadt abbiegen und die Tour somit flexibel beenden kann.
»Am letzten Tag waren die gröbsten Höhenmeter raus und die Beine eingefahren«, erinnert sich Felix an die letzte Etappe bis zur Grenze zum Burgenland. Hier hatte er trotz schlechter Witterung, Nebel und Regen besonders große Freude. Die Sinneseindrücke, Vogelstimmen, Gerüche nahm er intensiv wahr. Letztlich sind es die kleinen Genussmomente, wie das Füßekühlen in der Ybbs, die Nacht in Göstling, ein Stopp am See in Lunz, die sich auf dieser Tour tief in das Gedächtnis eingraben.
Vor allem die ständig wechselnden Landschaftseindrücke sollte man in Ruhe auf sich wirken lassen: Die Strecke durch das nordöstliche Bundesland startet in Liebenstein in der Gemeinde Liebenau, noch in Oberösterreich. Die Tour führt zunächst durchs Waldviertel, das als ehemaliger Bestandteil der sogenannten »Böhmischen Masse« als ältestes Gebirge Österreichs gilt. Mit ihren wilden Fluss- und Moorlandschaften, sanften Hügeln und dichten Wäldern, die von einem engmaschigen Netz an Waldwegen durchzogen werden, ist die Region ein Graveltraum. Mit stetem Auf und Ab tritt man entlang des Granit-Trails Richtung Donau. In Ybbs stößt man auf den Donauradweg, dem man hier bis nach Wien folgen könnte. Abenteuerlicher, wenn auch nicht so bequem ist es, den Umweg über die Schotterpisten und flowigen Trails der Gravel Austria zu nehmen.
Über Waidhofen an der Ybbs geht es nach Süden in den Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen. Die kulturhistorisch bedeutende Region, deren Namen sich von der jahrhundertelangen Tradition der Eisenverarbeitung und Eisenproduktion ableitet und die sich über Teile der Steiermark, Oberösterreichs und Niederösterreichs erstreckt, ist vor allem ein bekanntes Ziel für Mountainbiker. Mit dem Gravelbike hat man auf den Schotter- und Waldwegen zu Almen, Wildwasserflüssen und malerischen Bergdörfen sowie auf einigen anspruchsvollen Abfahrten aber genauso viel Freude.

Start/Ziel
z. B. Wien oder Innsbruck
Aufstieg
51.000 Hm
Strecke
3.000 km
Dauer
14–35 Tage
Beste Zeit
Frühsommer bis Herbst
CHARAKTER
Die Gravel Austria zeigt auf jedem Abschnitt und in jedem Bundesland (nur das Bundesland Wien wird ausgespart) einen anderen Charakter, so dass jeder die für seine Ansprüche passende Teilstrecke finden kann. Die Gesamtstrecke muss allerdings als sehr anspruchsvoll eingeordnet werden, da sie auf vielen Etappen ein sehr sportliches Höhenprofil aufweist. Die Länge der Etappen kann sehr individuell zugeschnitten werden, da sich überall viele Unterkunftsoptionen bieten. Die über 3.000 Kilometer lange Tour führt überwiegend über Schotterpisten; es sind aber durchaus auch längere Abschnitte auf verkehrsarmen Nebenstraßen sowie der eine oder andere Singletrail enthalten. Die abwechslungsreichen Streckenabschnitte führen durch einmalige Berg-, Wald- und Seenlandschaften. 14–35 Tage sollte man für die Gravel-Austria-Route einplanen.
to.austria.info/gravel
ÜBERNACHTEN
In der Komoot-Collection zu Gravel Austria und auf der Homepage der Österreich Werbung finden sich übrigens auch zu jedem Abschnitt Tipps für besonders fahrradfreundliche Unterkünfte.
austria.info/de/aktivitaeten/radurlaub-in-oesterreich/gravelbiken
ANREISE
Die größeren Städte entlang der Gravel Austria sind hervorragend mit dem Zug erreichbar. Nicht nur innerhalb Österreichs kommt man mit der Bahn gut von einer Etappe zur anderen. Auch von Deutschland aus gibt es sogar Direktverbindungen von München nach Innsbruck. Die Mitnahme von Fahrrädern ist in den Zügen der ÖBB grundsätzlich möglich. In Fernverkehrszügen muss man einen Fahrradstellplatz reservieren. Wien, Salzburg und Innsbruck erreicht man zudem auch mit dem Flugzeug.
oebb.at
BESTE ZEIT
Die beste Reisezeit für die komplette Tour ist der Sommer. Die tiefer gelegenen Abschnitte können auch im Frühjahr und Herbst befahren werden. Auf den Alpenpässen kann es dann jedoch noch/schon schneien. Im Sommer sollte man Unterkünfte vorbuchen.
ABSCHNITTE
Vorarlberg
Strecke: 250 km
Auf-/Abstieg: 6.260 Hm/6.590 Hm
Dauer: ca 3–5 Tage
Start/Ziel: Stausee Kops/Warth
Charakter: Der Abschnitt enthält ca. 30 % Gravel-Anteil. Die maximale Steigung liegt bei ungefähr 20 %. Der erste Abschnitt beim Stausee Kops gilt als herausfordernd, da er bergab sehr steil ist. Die Etappe ist erst ab Mitte Mai/Juni empfohlen, da höher gelegene Abschnitte bei Kops und im Ganifer Tal nicht geräumt werden.
Tirol
Strecke: 166 km
Auf-/Abstieg: 3.260 Hm/2.160 Hm
Dauer: 2–3 Tage
Start/Ziel: Warth/Spielberghaus bei Kössen
Charakter: Die mittelschwere bis schwere Tour führt von Warth durchs Lechtal bis Ehrwald, dann durch das Gaistal und zuletzt anspruchsvoll durch das Karwendelgebirge und schließlich ins schicke und charmante Kufstein.
Salzburger Land
Strecke: 258 km
Auf-/Abstieg: 5.800 Hm/6.640 Hm
Dauer: 3–5 Tage
Start/Ziel: Spielberghaus bei Kössen/
St. Lorenz am Mondsee
Charakter: Der Gravelanteil der Strecke, die das Salzburgerland von West nach Ost quert und mit einem aussichtsreichen Höhenweg über Saalbach startet, beträgt rund 35 %, der Rest sind asphaltierte Wege und Straßen. Es gibt kaum flache Abschnitte. Der Wolfgang- und der Fuschlsee sind nur zwei von vielen Höhepunkten.
Oberösterreich
Strecke: 445 km
Auf-/Abstieg: 8.230 Hm/7.730 Hm
Dauer: 5–9 Tage
Start/Ziel: St. Lorenz am Mondsee/ Liebenstein
Charakter: Die schwierige Strecke durch Oberösterreich mit großem Anteil (30 %) an Schotter und einigen Singletrails startet fulminant am Mondsee. In einer Schleife geht es durchs Innere Salzkammergut und später über steile Abschnitte ins Mühlviertel. Besonders abwechslungsreich sind die Wege im Böhmerwald.
Niederösterreich
Strecke: 523 km
Auf-/Abstieg: 9.080 Hm/9.900 Hm
Dauer: 5–10 Tage
Start/Ziel: Liebenstein/Wien, Schwadorf
Charakter: Der Gravelanteil dieses schwierigen Abschnitts beträgt 35 %; Singletrails machen 10 % aus. Eine vielfältige Landschaft, abwechslungsreiche Wege, radkompetente Gastgeber werden auf der Strecke, die zunächst durchs Waldviertel führt, geboten. Entlang des Granit-Trails geht es Richtung Donau, später durch die Region Elsbeere Wienerwald und durch das Biosphärenreservat Wienerwald bis nach Klosterneuburg. Wien wird an der Stadtgrenze entlang im Süden umrundet.
Burgenland
Strecke: 347 km
Auf-/Abstieg: 3.160 Hm/3.060 Hm
Dauer: 3–6 Tage
Start/Ziel: Wien, Schwabdorf/Neustift
Charakter: Überwiegend befestigte Wege. Der Abschnitt bis Oslip ist flach und führt entlang des Naturpark Neusieder See-Leithaberg. Die Tour führt mit einigen Anstiegen kurzzeitig durch Ungarn. Der letzte Abschnitt ab Lockenhaus ist anspruchsvoller.
Steiermark
Strecke: 165 km
Auf-/Abstieg: 1.890 Hm/1.800 Hm
Dauer: 1–3 Tage
Start/Ziel: Neustift/Lavamünd
Charakter: Die Tour, die etwa 40 Kilometer über Schotter und 125 Kilometer auf Asphalt verläuft, führt entlang der burgenländisch-steirischen Grenze auf dem Themenradweg R12. Der Abschnitt durch die Südsteiermark bis nach Bad Radkersburg ist relativ eben. Über den Murradweg und die Südsteirische Weinstraße geht es weiter Richtung Slowenien und letztlich über die Grenze ins Drautal.
Kärnten
Strecke: 295 km
Auf-/Abstieg: 4.200 Hm/2.050 Hm
Dauer: 4–7 Tage
Start/Ziel: Lavamünd/Großglocknerpass
Charakter: Die Tour führt zunächst entlang des Drauradwegs, der zu 50 % geschottert, zu 50 % asphaltiert ist. Das letzte Drittel des Wegs führt über die Großglockner-Passstraße, was trotz des asphaltierten Untergrunds eine ernsthafte Herausforderung ist.
Salzburger Land (Rückweg)
Strecke: 87 km
Auf-/Abstieg: 890 Hm/2.130 Hm
Dauer: 1–2 Tage
Start/Ziel: Großglocknerpass/Thurn
Charakter: Der Abschnitt, der das Salzburger Land diesmal von Ost nach West quert, wird durch die Abfahrt auf der Großglocknerstraße eröffnet. Bis auf den Aufstieg nach Thurn am Ende ist das Radfahren hier eher gemächlich. Die Strecke führt durch einen längeren Tunnel, in dem ein Fahrradlicht erforderlich ist.
Tirol (Rückweg)
Strecke: 289 km
Auf-/Abstieg: 3.730 Hm/3.190 Hm
Dauer: 3–3‚5 Tage
Start/Ziel: Liebenstein/Wien, Schwabdorf
Charakter: Die Strecke, die Tirol von Ost nach West quer und überwiegend auf Schotter (50 %), aber auch über Singletrails (10 %) führt, beginnt mit einem knackigen Aufstieg zum Gauxjoch und einer anschließenden steilen Abfahrt auf losem Untergrund. Später führen gut ausgebaute Radwege und Straßenabschnitte ins Inntal. Über den Inntalweg geht es ohne Schwierigkeit nach Innsbruck. Ab Landeck wird es hügeliger und geht stets bergauf bis zum Stausee Kops auf 1.800 Meter Höhe.
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