Grüne Unendlichkeiten jenseits der Ufer. Entspannte Zeit unter Freundinnen. Und ein Paddelwochenende mit etwas mehr Luxus als gewohnt. Andrea C. Bayer hat sich auf ein kleines Abenteuer auf der Hunte begeben und sich von der Ruhe und Gastfreundschaft im DümmerWeserLand überraschen lassen.

Sollte ich meine Paddeltage auf der niedersächsischen Hunte in nur einer Farbe beschreiben, wäre es Grün. Mal fühle ich mich wie im Dschungel, mal gleitet der Blick über weite Schilfrohrfelder und Wiesen über die Ufer. Die Arme von Weiden und Erlen ragen über den Fluss. Es ist Anfang Mai und der Hunte-Kosmos leuchtet im noch frischen und zugleich schon recht satten Grün des späten Frühjahrs.
Gleich am ersten Abend schlagen meine langjährige Freundin Sonja und ich unser Zelt unter solchem Grün auf. Der Wasserwanderrastplatz Eggers Brücke ist ein von der Flussseite gut zu erreichendes, eingezäuntes Areal, auf dem Paddler zu Pausen und Übernachtungen willkommen sind. Sonja und ich haben einen entspannten Nachmittag hinter uns. In Hüde am See haben wir unsere Kajaks mit dem Nötigsten gepackt und gleich nach wenigen Paddelschlägen auf dem Dümmer das erste Mal angelegt: Wir hatten Hunger und gehört, dass man am Strand der »Bar dü Mar« prima anlanden kann.
Und nicht nur das: Im noch neuen Restaurant »Wapalapam «, das zur etablierten »Bar dü Mar« gehört, gibt es original kreolische Gerichte und Seeblick obendrauf. Welch perfekter Start in unsere Miniauszeit und welch eine kulinarische Überraschung!
Vom Dümmer auf die Lohne
Der Dümmer, der mit seinen 12,5 Quadratkilometern Wasserfläche der zweitgrößte See Niedersachsens ist, meint es gut mit uns, als wir uns schließlich losreißen aus der so herrlich entspannten Strandatmosphäre: Ein sanfter Wind schiebt uns gen Nordufer. Wortlos gleiten wir dahin. Solange, bis wir erste Schätzungen abgeben, wo sich unsere Einfahrt in den ersten Flussabschnitt befinden müsste. Weiter rechts? Oder doch dort links? Wir peilen die Mitte an und liegen ziemlich richtig. Am Steg des ersten Wehrs steigen wir aus, hieven die Boote aus dem Wasser und tragen sie fix auf die andere Seite. Jetzt sind wir mittendrin in unserem Flussabenteuer.
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