Der GR 139 führt auf rund 100 Kilometern durch den wilden Südwesten und das zentrale Bergland Gran Canarias. In fünf Etappen verbindet der Fernwanderweg stille Bergdörfer, tiefe Schluchten, Kiefernwälder und markante Vulkanformationen. Wer hier unterwegs ist, erlebt die Insel abseits der Küstenorte als vielschichtigen Natur- und Kulturraum – zwischen Atlantik, Hochgebirge und jahrhundertealten Terrassenlandschaften

Der Wind trägt den Duft warmer Kiefernnadeln über den schmalen Pfad. Tief unter uns verschwindet die Westküste Gran Canarias im Dunst, während sich über den Bergrücken des Inselinneren die gezackten Silhouetten uralter Vulkanfelsen gegen den Morgenhimmel abzeichnen. Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft. Wo in den tieferen Lagen rund um La Aldea de San Nicolás, Veneguera und die trockenen Barrancos des Südwestens Kakteen, Wolfsmilchgewächse und Palmen das Bild bestimmen, rauschen weiter oben die Kronen mächtiger Kanarischer Kiefern im Passatwind.
Kaum ein Wanderweg macht diese Kontraste so unmittelbar erlebbar wie der GR 139 „Reserva de la Biosfera“. Der rund 100 Kilometer lange Rundwanderweg führt in fünf Etappen durch den Südwesten und das zentrale Bergland Gran Canarias. Er verbindet die Gemeinde La Aldea de San Nicolás an der Westküste mit den hoch gelegenen Orten Artenara und Ayacata, dem Weiler Barranquillo Andrés sowie Veneguera im Gemeindegebiet von Mogán. Die Route verläuft fast vollständig innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Gran Canaria und führt durch einige der abgelegensten Landschaftsräume der Insel.
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