»Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön«, heißt es in einem Volkslied. In Österreich kann man sich auf vier besonders schönen Seen der Paddellust hingeben.

BILDER: CHRISTINE UND HEINZ-GEORG LUXEN
Es schüttet wie aus Eimern, als wir den Campingplatz am Wolfgangsee erreichen. Der zugewiesene Stellplatz ist zwar recht idyllisch, stellt uns aber vor unlösbare, fahrtechnische Probleme. Also raus in den Regen und den Caravan abkoppeln. Unser »Oldschool Mover«, bestehend aus vier Beinen und vier Armen, wird jedoch mitten im Schwung jäh abgebremst. Das Bugrad ist hoffnungslos im Schlamm versunken. Bugrad heben statt »Deadlift« ist nun angesagt. Nach mehreren Versuchen haben wir endlich, wortwörtlich genommen, »die Karre aus dem Dreck gezogen«. Die Regenjacken sind schon lange durchweicht und die Füße schwimmen bereits in den Schuhen. Es ist ein bisschen so wie beim »Wacken Open Air«, nur mit einem Unterschied, dass wir hier allein im Matsch spielen, während sich die ansonsten hilfsbereite Camper-Community bei dem vorherrschenden, besten schottischen Sommerwetter, dezent zurückhält. Etliche Liter Regen weiter und Dutzende Flüche später ist es dann doch noch geschafft und der Urlaub kann beginnen!
Falkensteinwand
Ein traumhafter Tag bricht heran, bereits um sieben Uhr in der Früh klettert das Thermometer auf 15 Grad. Es liegt noch ein leichter Nebel über dem See, während die Sonne langsam die Überhand gewinnt. Voller Vorfreude rollern wir unsere Boote über den Campingplatz zum Strand.
Der Wolfgangsee, früher auch Abersee genannt, ist der größte See des Bundeslands Salzburg, obwohl ein kleiner Teil zwischen St. Wolfgang (der Namensgeber des Sees) und Schwarzenbach bereits dem Bundesland Oberösterreich zugerechnet wird. Übernatürlich schöne Wasserfarbnuancen des Sees von glasklar über Türkis bis hin zu einem dunklen Blau laden bereits an der Badebucht zu einer vielversprechenden Tour ein. Wir nehmen anfangs Kurs auf St. Wolfgang und passieren so die wie eine Perlenkette aneinandergereihten Campingplätze auf der Halbinsel Abersee. In Höhe der gegenüberliegenden Ortschaft Ried wechseln wir auf das Nordostufer.
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