Die rund 450 Kilometer lange Via Allier schlängelt sich größtenteils durch die Region Auvergne-Rhône-Alpes. Neben dem Fluss als Hauptakteur liegen mittelalterliche Bergdörfer und romanische Kirchen entlang der Strecke. Das E-Bike ist ein idealer Begleiter durch die abwechslungsreiche Landschaft, auf der man einige Höhenmeter sammelt.

Ein 30 Meter hoher, begehbarer Uhrenturm, der Tour Jacquemart, Häuserzeilen mit bunten Anstrichen, alte Fachwerkbauten auf dem Place de l’Ancien Palais – das sind unsere ersten Eindrücke beim Bummel durch Moulins, der Hauptstadt des Bourbonnais im Département Allier. Bei einem Gläschen Hauswein nehmen wir draußen Platz auf den bunten Plastikstühlen der Le P’tit Bar. Die Räder lehnen an der Wand, die Vorfreude wächst. Bonne route – auf eine gute Fahrt entlang der Via Allier!
Moulins verlassen wir über eine rund 300 Meter lange Steinbogenbrücke, über die der Allier der 80 Kilometer entfernten Mündung in Nevers entgegenfließt. Die Beschilderung führt uns durch Heckenlandschaften, Felder und Wiesen, auf denen die cremefarbenen Charolais- Rinder mit den eindrucksvollen Augen vor sich hin futtern. Es ist wenig los auf den Straßen. In den Dörfern rollen wir vorbei an bunten Blumengärten, gepflegten kleinen Anwesen und Heimwerkerobjekten. In der Ferne zeichnen sich immer wieder die Silhouetten von Schlössern ab. Die Spuren des französischen Königshauses der Bourbonen sind hier allgegenwärtig. Direkt am Weg und gut in Schuss liegt das Château de Fourchaud mit seinen Rundtürmen und dem Bergfried.
Im Weinort Saint-Pourçain-sur-Sioule probieren wir die regionalen Sorten Gamay und Tressallier. Dabei stimmen wir uns gedanklich ein auf Billy, ein Dorf, das wie aus einem Mittelalterfilm entsprungen ist und mit dem Gütesiegel »Petite Cité de Caractère« ausgezeichnet wurde. Auf den letzten rund 15 Kilometern nach Vichy fahren wir durch ein Naturschutzgebiet. Der Allier mit seinen Kiesbänken begleitet uns ganz nah. Auf dieser Voie verte sind nur Fußgänger und Radler unterwegs. Viele Einheimische sind am frühen Abend am Wasser, genießen ein Picknick oder vergnügen sich bei einer Runde Pétanque, dem in der Auvergne beheimateten, sehr beliebten Kugelspiel.
Hinaus ins grüne, weite Land
Vichy, die traditionsreiche Thermenstadt, legt zur Begrüßung den roten Teppich aus: Über eine breite Promenade mit herrschaftlichen Häusern erreichen wir das Stadtzentrum. Am nächsten Vormittag machen wir einen kleinen, lohnenswerten Spaziergang durch die UNESCO-Welterbestadt und Frankreichs größten Kurort. Elf Quellen sprudeln um Vichy. In der Trinkhalle im Jugendstil mit viel Glas und Eisen machen wir uns damit vertraut. Das 22 Grad warme Wasser der Célestins-Quelle wird in Flaschen abgefüllt und international vermarktet. Ich befülle einen Becher an der Zapfstelle und koste vorsichtig – nicht meine Geschmacksrichtung.
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