Gotland: Wanderparadies in der Ostsee

Drei Fährstunden östlich der Küstenstadt Oskarshamn liegt die schwedische Ostseeinsel Gotland, die mit ihren Kulturschätzen und ihrer Naturschönheit schon viele Reisende in ihren Bann gezogen hat. Eine traumhaft schöne Küstenwanderung verspricht der Klintkustleden, aber auch im Inland und in der UNESCO-Welterbestadt Visby gibt es viel zu entdecken.

TEXT/BILDER: KATJA GOLL

Die Brandung der tiefblauen Ostsee rollt mit weißen Schaumkronen auf die Strandlinie der Steilküste. Vom Wanderweg Klintkustleden, der im Nordwesten der Insel als Höhenweg durch Kiefern- und Laubwälder verläuft, ergeben sich immer wieder fantastische Ausblicke auf Kalksteinfelsen, Strände und das aufgewühlte Meer.

Dass Gotland einen ganz eigenen Charakter aufweist, hat sich uns bereits auf der Fähranfahrt in den Hafen von Visby gezeigt. Die Inselhauptstadt versprüht mit ihrer dichten, vielgestaltigen und farbkräftigen Bebauung einen besonderen Charme. Mitten in der Stadt behaupten sich seit Jahrhunderten riesige Kirchenruinen und um die Stadt trutzt die gut erhaltene Festungsanlage in deren Schutz sich die mittelalterlichen Häuser entlang verwinkelter Gassen drängen. Doch bevor die Fußtour entlang der Ringmauer ansteht, zieht es uns nach Ankunft auf der Insel zuerst in die Natur.

Gotland ist bekannt für seine Raukar. Die im Laufe der Erdgeschichte durch Erosionskräfte geformten Kalksteinsäulen, die sich insbesondere entlang der Küsten finden, aber auch als Inlandsklippen im Gelände vorkommen, zeigen sich als beeindruckende, teils mehrere Meter hohe Skulpturen. Ein bekanntes Raukar-Feld liegt auf der Insel Farö nordöstlich von Gotland. Wir folgen einem Pfad durch die Gesteinstürme, die sich kilometerweit entlang der Küstenlinie ziehen. Auf den Steinen in der Brandung sitzen dutzende Kormorane. Die Ansammlung der glänzenden schwarzen Vögel passt gut ins Stimmungsbild, denn draußen auf der Ostsee braut sich ein Unwetter zusammen. Das bei der Überfahrt noch blau erschienene Meer schimmert unter den Wolken nun giftig grün und zunehmend zucken am Horizont Blitze auf die Wasseroberfläche herab. Wir genießen das Naturschauspiel einige Zeit, bis der Donner näher kommt und wir den Rückweg antreten.

Traumhafte Küstenwege

Tags darauf ist es zwar noch windig, was die schönen Blicke auf die Brandungswellen mit ihren weißen Schaumkronen beschert, aber der Himmel ist blau und die Temperaturen sind sommerlich – traumhaftes Wanderwetter. Der Klintkustleden verläuft über rund 30 Kilometer meist auf den Höhen der Steilküste, führt aber auch immer wieder zu den Stränden hinab und durch die Fischerdörfer Lickershamn und Irevik.

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