Wenn sich die ersten Sonnenstrahlen über die imposanten Gipfel der Silvretta, des Rätikon und des Verwall-Gebirges legen, wird das Montafon in Vorarlberg zum Paradies für Wanderfreunde. Diese Region in den österreichischen Alpen bietet nicht nur spektakuläre Landschaften, sondern mit seinem Alpenmosaik eine Vielfalt an Wanderwegen, die jeden Naturliebhaber begeistert.

Schon als kleines Kind, gerade einmal fünf Jahre alt, wanderte ich hier mit meinen Eltern durch diese majestätischen Berge. Die Erinnerungen an die satten grünen Wiesen, die glasklaren Bäche und den Duft der Alpenblumen haben mich nie verlassen. Es ist viele Jahre her, doch als ich nun wieder im Montafon stehe, fühle ich mich sofort heimisch. Die vertraute Landschaft weckt eine tiefe Freude in mir, als wäre ich nie fort gewesen. Es ist, als würde ich nach langer Zeit einen alten Freund wiedersehen.
Sanfter Start in Schruns
Kaum angekommen im Montafon, richte ich mich in meiner behaglichen Unterkunft ein – ein charmantes Hotel, dessen warme Holztöne und der Duft nach Zirbenholz sofort eine wohltuende Ruhe ausstrahlen. Doch lange halte ich es nicht aus. Der Erkundungsdrang ist stärker. Um mich einzulaufen, wähle ich den Kultur- und Kunstweg in Schruns, einen charmanten Rundweg von etwa drei Kilometern durch die malerischen Gassen der Stadt.
Schon beim ersten Schritt verspürt man eine Mischung aus Geschichte und Gegenwart, die diesen Weg so besonders macht. Die imposante Pfarrkirche (Schrunser Münster) ragt unübersehbar majestätisch über die Dächer. Ihr markanter Zwiebelturm, der bereits seit dem 14. Jahrhundert über Schruns wacht, ist nicht nur das Wahrzeichen des Orts, sondern auch ein Symbol für die tiefe Verbundenheit der Region mit ihrer christlichen Tradition.
Während sich der ausgeschilderte Weg kreuz und quer durch die engen Gassen schlängelt, entdecke ich liebevoll restaurierte Häuser, die von dem reichen Erbe des Montafons erzählen. Die Details an den Fassaden, die alten Inschriften und geschnitzten Holzbalkone fesseln meine Aufmerksamkeit. Zwischendurch erhasche ich immer wieder Blicke auf die umliegenden, noch schneebedeckten Berge, die sich in der Ferne erheben, als wollten sie mich daran erinnern, dass hier Natur und Kultur eng miteinander verwoben sind.
Der Weg führt mich auch zum Heimatmuseum Schruns, das man unbedingt besucht haben sollte. Ein kulturelles Juwel in einem historischen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Was gibt es zu entdecken? Von der bäuerlichen Lebensweise über die Bergbaugeschichte bis hin zu traditionellen Handwerken – gespickt mit einer Vielzahl an Exponaten. Aber auch moderne Kunstwerke säumen diesen Rundweg und ihre teils abstrakten Formen bieten einen faszinierenden Kontrast zur historischen Umgebung. Am Ende der Runde fühle ich mich nicht nur eingestimmt auf die bevorstehenden Wanderungen, sondern bin auch innerlich angekommen.
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