Die Atlantikküste als Begleiterin zu haben, hat schon etwas. Dazu noch Kulinarik, Kunst und die baskische Kultur. All das erwartet uns Radfahrer im Norden Spaniens. Die vielen Höhenmeter und das wechselhafte Wetter sind eine Herausforderung, der wir uns gern stellen.

Wir sind auf dem Weg nach Guadalupe. Hinter dem Namen, der einen sofort an eine Karibikinsel denken lässt, verbirgt sich ein Kloster zu Ehren der Jungfrau von Guadalupe auf dem Höhenrücken über der Küstenstadt Hondarribia. Auf unserer ersten Etappe hält das Wetter aber nichts bereit, was Karibik-Feeling auslösen könnte. Es ist grau und die Wolken hängen tief.
Wir verschnaufen nach einer längeren Steigung kurz vor der kleinen Kirche, in der gerade eine Messe gehalten wird. Die zahlreichen Gläubigen halten Lorbeer- und Rosmarinzweige in den Händen. Einige von ihnen stehen sogar draußen unter dem Vordach, denn der Andrang ist an diesem Palmsonntag sehr groß. Dann nehmen wir uns die letzten Höhenmeter vor. Am höchsten Punkt von Jaizkibel fängt es an durchdringend zu nieseln – Zirimiri, wie dieser für die Region typische Nieselregen auf Baskisch heißt. Von hier oben sollten wir eigentlich fantastische Blicke aufs Meer haben. Doch die spanische Atlantikküste will sich uns am ersten Tag unserer Tour noch nicht von ihrer schönen, sondern von ihrer wilden Seite zeigen. Zum Glück sind die Temperaturen im Frühjahr schon so angenehm, dass uns der Regen bei der Abfahrt nach Pasai Donibane nicht auch noch auskühlt.
Donostia – San Sebastián
Wir spazieren schiebend durch die engen Gassen des Ortes und kommen am kleinen Bootsanleger an. Hier warten bereits mehrere Menschen in Regenponchos gehüllt auf das nächste Boot, das uns zur gegenüberliegenden Seite bringen soll. An den Rucksäcken baumeln Jakobsmuscheln, und auch auf den Wegweisern im Ort ist uns das Symbol des Pilgerwegs aufgefallen. Bei unserer Radtour durchs Baskenland kreuzen wir immer wieder den Camino del Norte, einen beliebten Ableger des Jakobswegs, der entlang der Küste verläuft. Unsere erste Etappe ist mit rund 30 Kilometern zwar kurz, gibt uns aber bereits einen Vorgeschmack auf die vielen weiteren Höhenmeter, die uns bevorstehen. Heute steigen wir in der kulinarischen Hauptstadt des Baskenlands vom Sattel und freuen uns auf San Sebastián, das auf Baskisch Donostia heißt.
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