Trekking auf dem Kungsleden und im Nationalpark Sarek

Weite und Ruhe locken Naturbegeisterte nach Schwedisch-Lappland. Die reizvolle Kombination des legendären Fernwanderwegs Kungsleden mit einem Abstecher in den Nationalpark Sarek beschert gleichzeitig einfaches Wandervergnügen und Abgeschiedenheit pur.

TEXT: LUZIA PESCH / BILDER: LUZIA PESCH, DENISE HOLLMANN

Die App, die ich in diesen Tagen am häufigsten aufrufe, ist die Wettervorhersage. Es ist Ende August und ich bin mit meiner Partnerin mit dem Zug auf dem Weg zum schwedischen Polarkreis. Nach zahlreichen Trekkingtouren fühlen wir uns bereit für eine neue Herausforderung. Wir wollen im Nationalpark Sarek wandern, der oft als die letzte Wildnis Europas bezeichnet wird. Dort gibt es kein Handynetz, keine markierten Wanderwege, kaum Brücken und keine Hütten zur Einkehr, die bei Sturm und Niederschlägen Unterschlupft bieten würden. Schon seit Tagen kündigt die App Temperaturen um fünf Grad Celsius, starken Regen und in höheren Lagen sogar Schnee an. Ungünstigerweise betrifft dies den nordwestlichen Teil des Sareks, wo wir die Trekkingtour starten wollen.

Weiter entscheidet die Wegführung

Der Wettergott ist uns nicht gewogen. Wir haben keine Lust, nur bei Regen zu wandern – wir hätten ja wegen der Wolken auch kaum tolle Aussichten auf die traumhaft schöne Bergwelt. Außerdem hören wir von Einheimischen, dass durch den vielen Regen einige Flüsse stark angeschwollen sind und teilweise so viel Wasser führen, dass sie nur schwer passierbar seien. Wir wollen nichts riskieren und es bleibt uns bei dieser Prognose nichts anderes übrig als die Tour umzuplanen.

Das Sarek-Massiv ist wie eine Wetterscheide. Während es im Westen schüttet wie aus Eimern, ist die Lage im Osten besser. Die Aussicht auf etwas Sonne und höhere Temperaturen erwärmen unser Wanderherz. Das heißt jedoch auch, dass wir die Tour auf dem Fernwanderweg Kungsleden starten werden, um später nur einen Abstecher in den Nationalpark zu machen.

Mütze und Handschuhe im Spätsommer

Nach Zwischenstopps in Hamburg und Stockholm kommen wir nach zwei Nachtzugfahrten in Lappland an. Den Polarkreis haben wir da bereits hinter uns gelassen. Da wir alle unsere Vorräte schon aufgefüllt haben, können wir direkt mit dem Boot von Kebnats zur Saltoluokta Fjällstation übersetzen. Wir stellen unser Zelt auf und genießen die Annehmlichkeiten der Berghütte: noch einmal Sauna und im Restaurant ein Abendessen, sowie ein stärkendes Frühstücksbuffet, dann starten wir, begleitet von einem Regenbogen über dem See Langas, auf die über 100 Kilometer lange Trekkingtour. Das Essen, das wir im Rucksack haben, reicht für neun Tage, so dass wir die Etappen kurzhalten und auch schlechtes Wetter aussitzen können.

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