Fünen mit Camper und e-Bike – Die Märcheninsel von H. C. Andersen

Die im Jahr 2022 eröffnete Herrenhausroute hat sich schnell als Traumziel für Radfahrer etabliert. Mit der Einführung eines neuen Radknotenpunktnetzes wird es bald noch leichter sein, die schönsten Abschnitte zu erkunden – beispielsweise durch die Kombination von Camperreise und Radfahren. Erik Van de Perre hat es vorab ausprobiert.

TEXT/BILDER: ERIK VAN DE PERRE

Das Knotenpunktsystem, das den neu konzipierten Fahrradrouten zugrunde liegt, wurde Mitte der 1990er-Jahre in Belgien entwickelt. Die Routen sind bereits digital verfügbar und werden 2026 und 2027 schrittweise ausgeschildert. Die Themen reichen von Herrenhäusern und Wikingern bis hin zu Schweinswalen.

Paradies für Schweinswale

Als wir die Insel Fünen erreichen, ist der Tag schon weit fortgeschritten. Wir verbringen unsere erste Nacht auf dem Vejlby Fed Strand Camping. Von dort aus starten wir tags darauf zu einer E-Bike-Tour auf der »Schweinswalroute«. Was uns auf der 37 Kilometer langen Rundfahrt entlang der Westspitze Fünens sofort auffällt, ist der süße Duft von Raps, der über den sanft gewellten Feldern liegt, zwischen denen so manches weiß getünchte Fachwerkbauernhaus mit Strohdach schimmert. Lerchen zwitschern fröhlich. Am Horizont glitzert das Meer.

Gegen Mittag erreichen wir die Hafenstadt Middelfart, wo wir für eine Walsafari auf die »M/S Marianne« einschiffen. Ja, Sie lesen richtig! »Im Kleinen Belt wimmelt es nur so von Schweinswalen «, erklärt Skipper Kurt Østergaard, während der umgebaute Kutter unter der alten Brücke über den Kleinen Belt gleitet. »Die bis zu 81 Meter tiefe Meerenge, die die Insel Fünen von Jütland trennt, ist ein Relikt der letzten Eiszeit«, fährt er fort. »Vor 14.000 bis 15.000 Jahren drangen die Eismassen des Kleine-Belt-Gletschers aus Südosten vor und gruben eine tiefe Rinne aus, die nach der Eisschmelze überflutet wurde.«

Der Schweinswal, mit einer Länge von 1,80 Metern und einem Gewicht von 60 bis 70 Kilogramm die kleinste Walart, findet hier einen idealen Lebensraum. »Einerseits sorgt die starke Strömung für reichlich Plankton, das als Nahrung für Heringe und Sprotten dient, von denen sich die Schweinswale ernähren«, erklärt der ehemalige Fischer. »Andererseits sind die flachen Küstengewässer ideal für das Gebären der Jungtiere. Von Mai bis September tummeln sich rund 3.000 Schweinswale im Kleinen Belt. Das ist die weltweit größte Konzentration.«

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