Im Wohnmobil den Nationalpark Eifel erkunden

Durch den wilden Wald in Nordrhein-Westfalen

Von Köln, Bonn oder Aachen ist es nur ein Katzensprung zum Nationalpark Eifel. Dort kann man miterleben, wie sich der Wald zwischen Nideggen und Monschau allmählich wieder zum ursprünglichen Naturraum entwickeln darf. Ein faszinierendes Reiseziel für alle, die Sehnsucht verspüren nach dem natürlichen Kreislauf von Werden, Wachsen und Vergehen.

TEXT: ULI AUFFERMANN / BILD: CAMP HAMMER

Still ist es hier. Die großen, alten, knorrigen Bäume überdachen den weichen Waldboden, schirmen ihn ab vor zu viel Sonnenlicht. Es riecht nach Erde, nach Pilzen, nach morschem Holz, ab und zu raschelt es von rechts oder links im Laub, und ein paar Vögel flattern hier und da auf. Ein Bächlein plätschert – umgeben von moosbewachsenen Steinen, von toten Baumstämmen, die noch genauso liegen, wie sie hinstürzten und jetzt, im Verfall, für neues Leben sorgen. Man muss kein Romantiker sein, um von dieser Stimmung eingefangen zu werden. Ja, die Wälder im Nationalpark Eifel, wie im »Wilden Kermeter«, haben sich verändert in den letzten gut 20 Jahren seit seiner Gründung im Jahr 2004. Und auch wenn es noch sehr lange dauert, bis es wieder so aussieht, wie es die Natur einmal vorgesehen hatte – die Weichen jedenfalls sind unübersehbar gestellt.

Seen, Wälder und Berge

Schon lange ist die für ihre unberührte Natur bekannte Nordeifel an der Grenze zu Belgien mit der rauen Schönheit des Hohen Venn und der malerischen Eifeler Seenplatte eine beliebte Urlaubsregion. Hier bilden aufgestaute kleine Flüsse in tief eingeschnittenen Tälern Talsperren, wie langgestreckte Fjorde, inmitten bewaldeter kleiner Berge und schützenswerten Schlucht- und Auenwäldern. Am bekanntesten ist sicher der Rursee in Verbindung mit dem Ober- und dem Urftstausee, die der Landschaft ihren lieblichen Stempel aufdrücken. Den Wald- und Wasserreichtum der Region wussten bereits die alten Römer zu schätzen. Noch heute kann man Teile historischer Wasserleitungen entdecken, die Trinkwasser nach Köln brachten.

Für eine reiche Geschichte stehen aber auch die mächtigen Burgen und die vielen Klöster und Kirchen, deren beeindruckendste man auch als »Eifeldome « kennt. Zum Beispiel das Kloster Mariawald bei Heimbach, die Wildenburg aus dem 12. Jahrhundert oder das ebenso alte Kloster Steinfeld, südöstlich von Schleiden. Sehenswerte Dörfer und Städtchen laden unbedingt zum Besuch ein. Typisch und besonders sind zudem die Heckenlandschaften und die riesigen Buchenhecken zum Schutz der Häuser vor den rauen atlantischen Meereswinden, die auch das Klima im Nationalpark bestimmen.

Ein Besuchermagnet ist hier neben der Natur die ehemalige Ordensburg Vogelsang: Errichtet als Reichsschulungszentrum für die künftige Nazi-Elite, war sie nach Kriegsende lange Zeit britischer, später belgischer Truppenübungsplatz. Heute ist die Anlage »Vogelsang IP« mit einem Ausstellungsund Tagungszentrum ein für jeden zugänglicher »Internationaler Platz«. Das Nationalpark-Zentrum Eifel lädt dort zu seiner circa 2.000 Quadratmeter großen Erlebnisausstellung »Wildnis(t)räume« ein.

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