Schlösser, Seen und Berge

Der Naturpark Ammergauer Alpen lockt mit zahlreichen Ausflugszielen

Hier König Ludwigs weltbekanntes Märchenschloss, dort das Plätschern des Wassers und die Stille der Berge: Die Ammergauer Alpen sind eine einzigartige Gegend voller kultureller Schätze, wunderbarer Flecken und Naturschönheiten.

TEXT: ANDREA STRAUSS / BILDER: ANDREAS STRAUSS

Draußen ist es kühl. Zu kühl, um nach der langen Wanderung aufs Tegelberghaus auf der Hüttenterrasse zu sitzen, und vor allem auch für den Kaiserschmarrn zu kühl, der eben dampfend aus der Hüttenküche kommt. Drinnen in der Gaststube dagegen ist es gemütlich warm. Von der Hüttencrew und zwei Gästen am Stammtisch abgesehen, ist heute nur noch der bayerische König anwesend. Er trägt zur weißen, enganliegenden Hose und den oberschenkelhohen Stiefeln ein fesches, dunkelblaues Oberteil, eine rote Schärpe und seinen weißen Hermelinumhang. Immerhin: Die Krone hat er abgelegt. Aus dem Gemälde an der Wand blickt er in die Ferne, durchs Mauerwerk der Hütte hindurch auf die Ammergauer Gipfel.

LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK
Dass wir den Kaiserschmarrn unter dem Blick von König Maximilian II. Joseph von Bayern essen, hat seinen Grund. Mit den Ammergauer Alpen war der König recht vertraut und eng verbunden. Als Kronprinz hätte ihm das Hohe Schloss Füssen überschrieben werden sollen, doch bei einer Wanderung in der Nähe des künftigen Zuhauses fiel dem 17-Jährigen die Ruine Hohenschwangau ins Auge. Trotz des abbruchreifen Zustands empfand er offensichtlich Liebe auf den ersten Blick für das Gebäude am Fuße von Säuling und Tegelberg, in der Nachbarschaft von Alpsee, Schwansee, Forggensee und Bannwaldsee. Statt Füssen entschied sich der Kronprinz für Hohenschwangau, kaufte das Gebäude und ließ es renovieren.

Das Schloss Hohenschwangau und das noch bekanntere, benachbarte Neuschwanstein, das König Maximilians Sohn Ludwig II. bauen ließ, sind der Grund, weshalb die halbe Welt schon einmal in den Ammergauer Alpen war und die andere Hälfte die Gegend auf ihrer Wunschliste hat. Dazu das Hohe Schloss Füssen und das heimelige Schloss Linderhof im Osten der Ammergauer Alpen: Wer möchte, kann den Besuch dieser schönen Gegend zur Bildungsreise in Sachen Schlösserarchitektur machen. Jedes der Prachtgebäude ist sehenswert und von ganz eigenem Charakter. Bei jedem Besuch wird man etwas Neues entdecken – einfach, weil sich der Blickwinkel geändert hat, mal mehr, mal weniger Besucher da sind, man im Herbst den freieren Blick hat, im Frühjahr der Blumenschmuck schöner ist oder im Sommer der Springbrunnen eine so schöne Fontäne bildet.

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