Wo das Meer zum Land wird

Zwischen Wasserwelten und Windmühlen

Der nördlichste der drei Beneluxstaaten ist zugleich der größte und wird am meisten bereist. Zahlreiche Grenzgänger aus Nordrhein-Westfalen fahren zum Arbeiten in die Niederlande oder zum Einkaufen nach Roermond, Venlo und Winterswijk. Wer länger bleiben möchte, steuert sein Wohnmobil üblicherweise direkt so weit, bis die Küstenlinie erreicht ist. Autor Michael Moll begab sich auf Tour.

Text/Bilder: Michael Moll

»Spannend, die Region Groningen, die von der Landwirtschaft geprägt ist und im Norden und Nordosten an den Dollart und die Emsmündung grenzt«, denke ich beim Passieren der Deiche. Wie Jahresringe ziehen sie sich durch die Marschlandschaft, die dem Dollart im Laufe der Zeit abgerungen wurde. Auffällig sind hier vor allen Dingen die Bauernhöfe: Reiche Hofherren ließen sich prunkvolle Anwesen errichten, oft inklusive Englischem Garten. Das Hauptgebäude, mit seinen hohen und offenen Fenstern, präsentiert sich praktisch als Schaufassade, während gleich dahinter die Scheune angebaut wurde. Wer sich solche Höfe anschauen möchte, sollte sich auf den kleineren Straßen rund um den Dollart fortbewegen, zum Beispiel zwischen Nieuwolda und Woldendorp.

Ländliche Eindrücke  

Der gleichnamige Hauptort Groningen ist in der Provinz aus allen Himmelsrichtungen gut zu erreichen. Das Wohnmobil stellt man am besten auf dem außerhalb gelegenen Wohnmobilstellplatz ab, der nahe der N46 liegt. Von dort kommt man gut mit dem öffentlichen Nahverkehr ins Stadtzentrum. Durch die seit dem 17. Jahrhundert existierende Universität leben viele junge Menschen in der Stadt und machen sie zu einem lebhaften Ort. Dominiert wird das Stadtbild aber auch von den Kirchen bzw. ihren schlanken Türmen. Die älteste und zugleich größte Kirche von Groningen ist die Martinikerk. An ihrem Standort befand sich vermutlich schon im frühen 9. Jahrhundert eine einfache Holzkirche. Der zum heutigen Gotteshaus gehörende 97 Meter hohe Turm kann kostenpflichtig bestiegen werden und bietet einen schönen Überblick über die Stadt. Höhen- und Platzangst sind vor allen Dingen auf den letzten der über 250 Stufen eher nachteilig. Doch einmal oben angekommen sieht man nicht nur die anderen Kirchen, sondern auch das direkt benachbarte moderne Gebäude des sogenannten Forums. Das Haus mit seiner etwas eigenwilligen Form wurde Ende 2019 eröffnet und beherbergt mehrere Kinosäle, die öffentliche Bibliothek und mit Storyworld ein Museum zu den Themen Comic und Animation. Außerdem ist im Forum die Touristinformation untergebracht, in der man den Zugang zum Kirchturm der Martinikirche (Martinitoren) erhält.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 5/2021 des CAMPING & REISE Magazin.

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