Durchs Gebirge in die Niederlande – Kontrastprogramm am RurUfer-Radweg

Auf dem grenzüberschreitenden rund 170 Kilometer langen RurUfer-Radweg erlebt man ein Kontrastprogramm: die Höhen der Eifel, wehrhafte Burgen, flache Bördelandschaften, Industrie, Tagebauen, niederländische Radwege und das quirlige Roermond. Wer nicht in Monschau, sondern an der Rurquelle startet, erfährt sogar Belgien.

TEXT/BILDER: THOMAS PFEIFFER

Ich sitze auf einem Flussstein und das Wasser kühlt meine Beine. Die warmen Sonnenstrahlen durch-dringen die dichten Baumkronen und lassen die Wasseroberfläche wie einen Diamanten glitzern. Hier, am Ortsrand von Hammer, hat sich die Rur tief in das Gestein gearbeitet – zu beiden Seiten ragen Felswände empor. Ich lausche der Naturkulisse: Bienen summen, es weht eine leichte Brise, Fische saugen In-sekten ein und hinterlassen dabei Kreise auf dem Was-ser. Vor zwei Stunden bin ich in Monschau gestartet, die Stadt liegt eingebettet und gut geschützt im Rurtal. Der Ort war im Mittelalter eine wohlhabende Tuchmacher- stadt, von dort wurden edle Wolltücher bis ins europäi-sche Ausland exportiert. In der hübschen Altstadt sieht man prunkvolle Fachwerkhäuser und verwinkelte Gas-sen oder auch die stattliche Burg. Zum Einkehren gibt es diverse Cafés, Restaurants und Lokale. Dort werden Köstlichkeiten wie Printen aus Aachen, Pralinen aus dem nahen Belgien oder die »Monschauer Dütchen« serviert. Die »Dütchen« sind eine originale Monschauer Erfindung und in der Eifel weit verbreitet. Ich habe mir die Eierbiskuit-Hörnchen mit Obst, Eis und Schlagsahne bestellt – ein köstliches, nahrhaftes Frühstück – genau richtig für meine bevorstehende Radtour.

LÄNDLICHES IDYLL UND QUIRLIGER STAUSEE
Hinter Hammer radle ich auf einsamen Wald- und Feldwegen weiter und mit jedem Meter öffnet sich das enge Rurtal mehr. Bei Dedenborn erreiche ich dann ei-nen Seitenarm des Rurstausees. Der rund 170 Kilometer lange RurUfer-Radweg wird hauptsächlich von Tages-ausflüglern befahren. Die Teilabschnitte werden dabei sehr unterschiedlich stark von Radfahrern frequentiert. Ich finde, dass hier am Stausee die Radfahrerdichte be-sonders hoch ist, was wohl auch am schönen Wetter liegt. Die Strecke am See führt den Radler über Neben-strecken von Rurberg aus über Woffelsbach nach Heim-bach. In Woffelsbach beende ich meine erste Tagestour am Ufer, wo ich auf einem kleinen Campingplatz mein Zelt aufstelle. Während der Abenddämmerung legt sich die Ruhe schnell wie eine wärmende Decke über den See und die Region.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 7/2023 des Bike&Travel Magazins.
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