Es knirscht und raschelt. Die breiten Reifen des Gravelbikes sind wie gemacht für den feinen Schotterboden, die Forststraßen und Waldwege der WOSSA-BikepackingRoute. Diese Gravelbike-Tour führt mitten hinein in die faszinierende Wasserwelt der Alpen – vorbei an glasklaren Seen, wilden Bächen, mächtigen Flüssen und den noch schneebedeckten Gipfeln der umliegenden Berge. Thomas Widerin hat den westlichen Abschnitt der Route erkundet.

Immer mehr Regionen bieten attraktive Routen an, um abenteuersuchenden Radlern ein besonderes Outdoor-Feeling zu bieten. Eine dieser faszinierenden Rundtouren ist die »WOSSA-Bikepacking-Route«. Auf ihrer Originalstrecke ist sie 576 Kilometer lang und aufgrund der insgesamt knapp 8.200 oft anspruchsvollen Höhenmeter bergauf auch kein reines »Honigschlecken«. Dafür führt das Abenteuer durch mehrere der schönsten Wasserlandschaften der Alpen. Die Strecke schlängelt sich mal sanft, mal wild durch die Regionen Berchtesgaden, Chiemgauer Alpen und Seenland, den Salzburger Flachgau, den Tennengau und das Salzkammergut. Überall kann man hier hautnah erfahren, dass Wasser und Radfahren eine natürliche Verbindung sind.
Ich bin den westlichen Abschnitt dieser Gravelbike-Route abgefahren und habe das Zusammenspiel von Radfahren und Wasserkreislauf inmitten einer wildromantischen Landschaft hautnah erlebt.
Kontrastreich: Start in der Mozartstadt
Die »WOSSA-Bikepacking-Route« kann überall gestartet und auch in beiden Richtungen befahren werden. Ich entscheide mich für Salzburg, weil ich vor dem ruhigen Outdoor-Feeling noch ein wenig Kultur-Feeling spüren möchte. Die Mozartstadt bietet Kultur, Genuss und Romantik, eingebettet zwischen sanften Hügeln und hohen Bergen. Zum Aufwärmen für die nächsten Gravelbike-Tage findet mein Sightseeing auf dem Bike statt. Der Mirabellgarten, Schloss Hellbrunn und die quirlige Innenstadt lassen sich gut mit dem Rad erkunden, auch wenn man aus Rücksicht gegenüber Fußgängern immer wieder absteigen sollte. Und natürlich darf der obligatorische große Eisbecher mit vielen Früchten vor meiner Tour nicht fehlen.
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