Irland gehört zu den Ländern, die man am besten langsam entdeckt. Besonders auf dem Fahrrad entfaltet die grüne Insel ihren ganzen Reiz: schmale Nebenstraßen führen durch weite Moorlandschaften, entlang zerklüfteter Küsten und durch kleine Dörfer, in denen die Zeit ein wenig langsamer zu laufen scheint. Hinter fast jeder Kurve wartet ein neues Panorama und oft auch eine spontane Begegnung.

Wie intensiv sich Irland auf diese Weise erleben lässt, hat auch Extremsportler Jonas Deichmann festgestellt. Der Abenteurer, der bereits über 100 Länder bereist hat, war zuletzt im Nordwesten der Insel unterwegs. Besonders das County Donegal beeindruckte ihn mit seiner Ursprünglichkeit: einsame Strände, raues Meer und ständig wechselnde Lichtstimmungen. „Wild, authentisch, atemberaubend“, beschreibt er die Landschaft der irischen Westküste.
Für Radreisende liegt der Reiz Irlands oft gerade abseits der bekannten Routen. Viele der schönsten Strecken verlaufen auf kleinen, kurvenreichen Straßen mit wenig Verkehr. Sie führen über sanfte Hügel, durch abgelegene Täler oder direkt an der Küste entlang. „Die Begegnungen mit den Menschen gehören für mich genauso dazu wie die Landschaft“, sagt auch Deichmann. Nicht selten endet ein Tag im Sattel in einem kleinen Pub mit Musik, Geschichten aus dem Dorf und einem wärmenden Kaminfeuer.
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Irland eignet sich ideal für diese Art des entschleunigten Reisens. Die Distanzen sind überschaubar, Natur und Ortschaften liegen nah beieinander, und selbst auf längeren Touren ist man nie weit von einer Unterkunft oder einem gemütlichen Pub entfernt.

Deichmanns Tipp für Radreisende ist deshalb einfach: große Nationalstraßen möglichst meiden und stattdessen kleine Nebenstrecken wählen. Dort wartet weniger Verkehr, dafür umso mehr Landschaft. Und vor allem gilt: Zeit mitbringen. Denn Irland zeigt seine schönsten Seiten oft genau dann, wenn man kurz an- und innehält, den Blick über Meer und Berge schweifen lässt und einfach den Moment genießt.








