Gesundheitsurlaub in den Alpen: Wenn das Moor zur Ruhe ruft

In einer Welt ohne Pausetaste wächst die Sehnsucht nach Stille. Im Naturpark Ammergauer Alpen findet man sie – nicht nur auf Gipfeln, sondern auch im Moor. Hier, wo 10.000 Jahre Erdgeschichte im Torf ruhen, wird Morast zur Medizin und die Natur zur Therapeutin.

Text: Saskia Engelhardt / Bild: Wanderlust Media

Kleine Brocken, uralt, organisch. Jane tastet vorsichtig mit dem Fuß über den Wannenboden. Das Moor schmiegt sich an wie zäher Brei. 42 Grad warm, schwarz wie Kaffee. Sie versucht, sich tiefer hineinzulegen, aber das Moor gibt nur widerwillig nach. Eintauchen? Das ist fast unmöglich. Es fühlt sich fast so an, als käme die Wärme des Moores von innen. Das Zimmer ist klein, die Wanne aus Holz und der Raum erfüllt von einem Geruch, der an feuchte Erde erinnert. Er ist angenehm, natürlich und überhaupt nicht störend. Draußen fällt die Tür ins Schloss. Dann nichts. Nur ihr Atem ist zu hören.

Jane Glöggler und Dani Schmauder, Mitte dreißig, Reiseblogger aus dem Raum Stuttgart, lieben die Berge. Auch die Ammergauer Alpen. Sie waren schon oft hier, ausgestattet mit Wanderstiefeln und Rucksack, auf der Suche nach Gipfelkreuz und Weitblick. Doch dieses Mal sollte es anders werden. Nicht höher steigen, sondern tiefer sinken. In die Region eintauchen, im wahrsten Sinne des Wortes.

„Moorbad?“, hatte Jane gedacht. „Klingt nach 80er-Jahre- Kururlaub mit Frotteebademantel und Kamillentee.“ Jetzt liegt sie da, und mit jedem Atemzug schwindet ihr Vorurteil. Die Wärme zieht in die Muskeln, der Puls wird ruhig. Sie ahnt bereits, warum manche Dinge nie aus der Mode kommen sollten.

Fünfzehn Minuten später steigt sie aus der Wanne. Etwas träge, aber herrlich entspannt. Kein Wunder, dass Menschen seit Generationen hierher pilgern. Nach Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien, ins Herz der Ammergauer Alpen. Hier ist das Moor nicht nur eine Landschaftsform, sondern auch ein natürliches Heilmittel. Entschleunigung kein Wort, sondern Wirkung.

Zurück zu den Wurzeln

Die Ammergauer haben kein schillernd-schickes Wellness- Paket geschnürt. Keine Instagram-taugliche Ayurveda-Kur, kein durchgetaktetes Detox-Programm mit Leinsamen-Shakes und Saft-Cleanse. Was es hier gibt, ist ursprünglicher. Und ja, altbewährt. Vor allem aber ist es eine Einladung, den Alltag hinter sich zu lassen und ins 10.000 Jahre alte Bergkiefern- Hochmoor einzutauchen.

Seit Generationen dient es als Heilmittel. Es speichert Wärme, nährt wie die Erde, lindert Rheuma und Gicht, wirkt gegen Stress, löst Spannungen, stärkt das Immunsystem und fördert die innere Balance. Zudem hat es auch eine präventive Wirkung. Es ist ein geologischer Wärmespeicher, der Körper und Kopf neu startet. Genau darum geht es bei „NaturGesund im Naturpark Ammergauer Alpen“. Die Natur nicht nur sehen, sondern mit Haut und Haar spüren.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 2/2026 des Meine Reisewelt ALPEN Magazins.

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