Man kann es vor dem Fernseher knabbern, mit Käse und Wein genießen, auf der Wanderung verputzen oder mit ins Büro nehmen – Schüttelbrot ist einfach lecker! Das „Knäckebrot“ aus Südtirol erobert mittlerweile auch andere Teile Europas, weil es eben so gut schmeckt, so lange haltbar und vielseitig einsetzbar ist.

Es war einst eine Frage der Existenz für die Bergbauern Südtirols, sich als Selbstversorger mit möglichst lange haltbarem Backwerk zu bevorraten. Doch dieses trockene Fladenbrot ist viel mehr als nur ein Sattmacher. Aus einfachen Zutaten hergestellt, weiß das knusprige Schüttelbrot, das wortwörtlich durch Schütteln in Form gebracht wird, vor allem auch mit seinem würzigen Geschmack, mit guter Bekömmlichkeit und krosser Konsistenz zu überzeugen. Lange kannte man das spezielle Knusperbrot nur in seinem Ursprungstal. Doch dann erwachte es aus dem Dornröschenschlaf, eroberte zuerst ganz Südtirol und ist mittlerweile ein echter Exportschlager der dortigen Bäckerzunft!
Schüttelbrot
Selber backen – Völser Schüttelbrot (Quelle: Profanter)
Zutaten (für mehrere Brotfladen):
- 550 g Roggenmehl
- 200 g Weizenmehl
- 20 g Hefe
- 2 EL Brotklee
- 2 TL Fenchel
- 1 TL Salz
- ca. 0,6 l lauwarmes Wasser
- Kleie und Mehl zum Ausstreuen
Zubereitung:
- Roggen- und Weizenmehl mit Brotklee, Fenchel und Salz gut vermischen. Die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen und zusammen mit dem restlichen Wasser zugeben. Alles zu einem mittelfesten Teig verkneten.
- Handgroße Teighäufchen auf ein mit Kleie dick bestäubtes Leinentuch setzen und zugedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen. Der Teig soll dabei breit auseinanderlaufen und flach werden.
- Einen Pappteller oder ein rundes Brett (ca. 25 cm Durchmesser) mit Mehl bestäuben. Den Teigfladen vorsichtig darauf schütteln und durch leichtes Drehen gleichmäßig im Kreis verteilen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 230 °C etwa 20–25 Minuten backen.
- Anschließend vollständig auskühlen lassen.
Tipp: Besonders gut gelingt Schüttelbrot in einem Brotbackofen oder im Heißluftherd.
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