
Anzeige | Alle Abb.: © Visit Brescia
Brescia vereint antike Geschichte, UNESCO-Welterbe und italienisches Lebensgefühl. Zwischen römischen Ruinen, stilvollen Arkaden und lebhaften Piazze entfaltet die lombardische Stadt ihren ganz eigenen Charakter
Am 20. Juli 1826 machte Brescia eine spektakuläre Entdeckung: Bei Ausgrabungen kam eine antike Bronze zum Vorschein – die „Vittoria Alata“, eine geflügelte Siegesgöttin aus der römischen Kaiserzeit. Fast anderthalb Jahrtausende hatte die Schöne unter Schutt und Erde verborgen gelegen. 2026 erinnert Brescia an diesen Fund. Heute gilt die Statue als Wahrzeichen der Stadt und ist in einem eigens für sie gestalteten Museumsraum hinter den Ruinen des antiken Tempels zu bewundern. Eine „Audienz“ bei der geflügelten Göttin ist der perfekte Auftakt für einen Streifzug durch Brescia, wo sich Geschichte und Gegenwart auf faszinierende Weise verbinden – und einen ganz eigenen, überraschend lässigen Lifestyle prägen.

Dass Brescia zum UNESCO-Welterbe gehört, erschließt sich beim Spaziergang durch die Altstadt fast von selbst: Fundamente der römischen Hauptstraße, die Tempelanlage mit dem Capitolium und ein antikes Theater machen das historische Zentrum zu einem eindrucksvollen Freilichtmuseum. Teil des Welterbes ist auch das Museum Santa Giulia, untergebracht in einem ehemaligen Kloster, das im 8. Jahrhundert vom Langobardenkönig Desiderius und seiner Frau Ansa gegründet wurde und sich rasch zu einem bedeutenden religiösen und kulturellen Zentrum entwickelte. Heute schlägt das Herz der Stadt rund um drei Plätze: die mittelalterliche Piazza Paolo VI mit dem barocken Dom und der romanischen Rundkirche, die venezianisch geprägte Piazza della Loggia mit ihren Renaissancearkaden und die Piazza Vittoria mit ihrer strengen Architektur der 1930er-Jahre.

Typisch Brescia – das müssen Sie probieren

Zwischen Marktständen, Cafés und Bars pulsiert hier das tägliche Leben. Unter den langen Arkaden der Altstadt reiht sich eine Boutique an die nächste – perfekte Kulisse für einen entspannten Stadtbummel. Wer danach eine Pause braucht, macht es wie die Einheimischen – lässt sich an einem Tischchen auf der Piazza nieder und bestellt einen Pirlo, den leuchtend orangefarbenen Lieblingsaperitif der Brescianer. Vom Aperitivo sind es meist nur ein paar Schritte bis zum nächsten Lieblingsrestaurant. Das Spektrum reicht von traditionellen lombardischen Trattorien bis zu jungen Küchen, die mit regionalen Produkten experimentieren und vertraute Aromen neu interpretieren. Zwischen historischen Gewölben, modernen Bistros und eleganten Feinschmeckerlokalen vereint Brescia auch kulinarisch Tradition und Gegenwart.
Radeln mit Kultur!
Der Radweg Ciclovia della Cultura verbindet Brescia und Bergamo auf rund 76 Kilometern – eine genussvolle Radtour durch Weinberge, Hügel und historische Orte. 34 Dörfer mit Kirchen, Schlössern und anderen Kulturdenkmälern liegen an der Strecke. Die Welterbestätten in der Altstadt von Brescia, die sanften Weinhügel der Franciacorta und der Iseosee mit seiner pittoresken Berginsel gehören zu den Highlights dieser Fahrradtour.
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