Felsige Steilküsten mit versteckten Buchten, vogelreiche Sumpfgebiete mit kleinen Fischerdörfern und ein mildes Mittelmeerklima – für Wanderer ist Katalonien vor allem eines: ein Küstenparadies. Der GR 92 durchquert hier drei landschaftlich höchst unterschiedliche Abschnitte: Die wilde Costa Brava, eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Europas, die eher unbekannte Costa de Maresme und zuletzt die Costa Daurada mit endlosen Sandstränden und dem Ebrodelta.

Der Morgen beginnt im Pinienwald. Den Wanderer begleiten das Knacken trockener Nadeln unter den Wanderstiefeln, das ferne Rauschen des Mittelmeers und der Duft von Rosmarin und Thymian, der in der warmen Luft hängt. Dann nähert man sich einer Felsklippe, unter der das Meer tost. Es folgt ein Abstieg in eine einsame Bucht, ein Bad im Meer, später ein Abendessen mit lokalem Wein auf einer Hafenterrasse. So sieht ein typischer Tag auf dem Mittelmeerfernwanderweg GR 92 aus.
Der »Sendero del Mediterráneo« ist der rote Faden, an dem sich die spektakulärsten Küstenlandschaften Kataloniens aufreihen. Der meistbegangene und spektakulärste Abschnitt umfasst die elf ersten Tagesetappen an der Costa Brava. Von Portbou an der französischen Grenze folgt der GR 92 den schroffen Klippen nach Süden, führt durch malerische Fischerdörfer, vorbei an versteckten Buchten und hinein in geschützte Naturparks, bevor er im Süden der Provinz Girona sanfteren Stränden und touristischen Zentren Platz macht.
Die rot-weiß markierte Route folgt alten Schmuggler- und Küstenwächterpfaden, die einst die Grenzpolizei nutzte, um die katalanische Küste zu überwachen. Heute verbinden diese Pfade – auf Katalanisch »Camins de Ronda« – idyllische Buchten wie die Cala Jóncols, das künstlerische Cadaqués und das mittelalterliche Tossa de Mar zu einer unvergesslichen Trekking-Erfahrung. Über 220 Kilometer wilde Felsklippen, duftende Pinienwälder und viel mediterraner Flair erwarten Wanderer auf diesem Premium-Fernwanderweg entlang der Costa Brava.
Gleich auf den ersten Etappen zeigt der Weg seine ganze Bandbreite: Vom Grenzbahnhof Portbou geht es hinauf auf die Höhen, hinunter ins freundliche Sant Miquel de Colera, weiter über die Hügel der Muntanyes dels Canons bis an den langen Kieselstrand der Platja de Garbet. In Llançà, mit kleiner Altstadt, Hafen und zurückhaltender touristischer Infrastruktur, endet vorerst der große Sandstrand – dahinter beginnt die Felswelt des Cap de Creus.
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