Auszeit im Naturpark Altmühltal

In Bayerns Mitte liegt eine Landschaft mit südlichem Flair: Der Naturpark Altmühltal ist geprägt von schroffen Felsen, sonnendurchfluteten Wacholderheiden und einer bewegten Geschichte.

Abb.: Naturpark Altmühltal/Dietmar Denger

Der Pfad windet sich zwischen Wacholderbüschen am Hang entlang. Immer wieder ragen helle Felsen aus dem Grün. Tief unten im Tal glitzert der Fluss und von der Anhöhe gegenüber grüßt eine Burg: Der Altmühltal-Panoramaweg macht seinem Namen alle Ehre. Quer durch den Naturpark Altmühltal in Bayerns Mitte führt die aussichtsreiche Route.

Rund 200 Wanderkilometer im stetigen Auf und Ab zwischen Anhöhen und Flusstal, natürlicher Ruhe und historischen Städtchen bietet der Altmühltal-Panoramaweg. 15 Etappenvorschläge geben Orientierung für die Planung. Der Startpunkt in Gunzenhausen ist gut mit der Bahn zu erreichen. Auf den ersten Kilometern führt die Strecke zwischen Wiesen und Feldern hindurch. Schon von weitem ist Schloss Spielberg zu sehen, das auf einer Anhöhe des Mittelgebirgszugs Hahnenkamm thront.

Nach dem Aufstieg bietet sich ein traumhafter Ausblick über Gunzenhausen und den Altmühlsee. Auch ein Blick in den täglich geöffneten Innenhof lohnt sich: Hier entfaltet sich die Figurenlandschaft des verstorbenen Bildhauers Ernst Steinacker, der lange auf Schloss Spielberg lebte und arbeitete.

Der folgende Wegabschnitt ist von Naturgenuss geprägt: Durch das Naturwaldreservat »Spielberger Leite« geht es zur »Steinernen Rinne« bei Wolfsbronn, wo eine Quelle über einen bis zu 160 Zentimeter hohen Damm aus Kalk strömt. Und auch in der Kurstadt Treuchtlingen sprudeln Quellen: Anerkanntes Heilwasser füllt die Becken der Altmühltherme und sorgt nach einem langen Wandertag für wohlige Entspannung.

Zunächst durch die Altmühlauen, wo Reiher über die Wiesen staksen, dann durch den Wald nähert man sich dem Städtchen Pappenheim, das malerisch in einer Flussschleife liegt. Das Altmühltal wird nun merklich enger und bald quert der Pfad eine der typischen Wacholderheiden, die der Gegend ihr südländisches Flair verleihen. Auf diesen trockenen Hängen, die mit säulenartigen Wacholderbüschen gesprenkelt sind, leben Tiere und Pflanzen, die es heiß und trocken mögen: Orchideen und Enziane, Schnarrschrecken, Schmetterlingsarten und einige mehr haben sich auf den besonderen Lebensraum spezialisiert. Damit er nicht vom Wald erobert wird, treiben die Schäfer den Sommer über ihre Herden auf die Talhänge. Das erstklassige Fleisch der Weidelämmer ist an dem Qualitätssiegel »Altmühltaler Lamm« zu erkennen, das in den Speisekarten immer wieder auftaucht.

BESUCH BEIM »URVOGEL«
Nun folgt ein Sprung ins Jurameer: Vor rund 147 Millionen Jahren bedeckte dieses subtropische Meer die ganze Region. Spuren davon haben sich in den Kalksteinen erhalten: Faszinierende Fossilien, die beim Abbau in den Steinbrüchen immer wieder ans Licht kommen, und markante Felstürme. Letztere entstanden als Riffe und wurden später von den Fluten urzeitlicher Flüsse in Form geschliffen. In Solnhofen eröffnet zunächst das Bürgermeister-Müller-Museum mit seinen Fossilien – darunter Originale des »Urvogels« Archaeopteryx – einen spektakulären Blick in die jurazeitliche Lagune, bevor wenig später die Felsformation »Zwölf Apostel« ein eindrucksvolles Fotomotiv liefert.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 3/2024 des trekking-Magazins.
Jetzt im Online-Shop bestellen »

Verwandte Beiträge

Nichts mehr verpassen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Mit News zu unseren Magazinen und zu vielen weiteren Produkten aus unserem Verlagsprogramm.