Neue Sohle für neue Touren – Hanwag setzt auf Neubesohlung

Wanderschuhe machen einiges mit. Mit der Zeit hinterlässt die natürliche Alterung des Sohlenmaterials ihre Spuren: das Profil ist abgelaufen, die Zwischensohle zeigt Risse oder die Laufsohle beginnt sich zu lösen. Das muss bei vielen Hanwag-Modellen jedoch nicht das Ende des Schuhs bedeuten: Sie sind so konstruiert, dass sie neu besohlt werden können.


Alle Abb.: © Hanwag

Ein gutes Beispiel dafür feiert 2026 Jubiläum: Der Alaska GTX gehört seit mittlerweile 30 Jahren zum Hanwag-Sortiment und zählt zu den meistverkauften Trekkingmodellen der Marke. Viele Besitzer:innen tragen ihren Alaska über Jahre hinweg – entsprechend häufig landet der Klassiker auch zur Neubesohlung in Vierkirchen. Ist die Sohle verschlissen und der übrige Schuh noch in einem reparaturfähigen Zustand, kann der Sohlenaufbau erneuert werden.

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Ursache für Risse oder bröckelnde Dämpfungskeile kann der natürliche Alterungsprozess – die sogenannte Hydrolyse – sein. Auch ein stark abgenutztes Profil kann auf Touren zum Sicherheitsrisiko werden. Hanwag empfiehlt deshalb, Wanderschuhe einmal jährlich zu kontrollieren, am besten vor oder nach der Wandersaison.

Tausende Schuhe bekommen jedes Jahr ein zweites Leben

Abschneiden der Sohle eines eingeschickten Schuhs
Entfernen des Geröllschutzrands

Rund 18.400 Paar Schuhe landen jedes Jahr in der Hanwag-Servicewerkstatt, um dort für viele weitere Kilometer fit gemacht zu werden. Zunächst prüft das Fachpersonal jedes Paar einzeln. Anschließend wird die alte Sohle entfernt und der Sohlenaufbau erneuert – bei Bedarf inklusive Geröllschutzrand und Dämpfungskeil. Zum Abschluss erhalten die Schuhe neue Einlegesohlen und Schnürsenkel. Nach etwa drei bis vier Wochen gehen sie zurück an ihre Besitzer:innen.

Was eine neue Sohle ausmachen kann

Welchen Einfluss eine längere Nutzung haben kann, wurde am Modell Alaska GTX untersucht: Eine im Rahmen einer Studienarbeit an der Hochschule Merseburg durchgeführte Cradle-to-Gate-Methode beziffert die Emissionen eines neu produzierten Alaska GTX auf rund 13,9 kg CO₂e pro Paar. Für eine Neubesohlung wurden zusätzlich rund 2,2 kg CO₂e ermittelt. 

Auf Grundlage dieser Werte wurde berechnet, wie sich eine Neubesohlung bei weiterer Nutzung auf die Emissionen pro Kilometer auswirken kann. Wird der Alaska GTX neubesohlt und anschließend weiter genutzt, verteilt sich der Herstellungsaufwand auf mehr Kilometer. Unter den zugrunde gelegten Annahmen liegen die Emissionen pro Kilometer bei einer ersten Neubesohlung 42 Prozent niedriger, bei drei Neubesohlungen insgesamt 62 Prozent. 

Wer seine Schuhe nicht über den offiziellen Hanwag-Onlineshop gekauft hat, kann die Neubesohlung über einen autorisierten Hanwag-Händler beauftragen. Außerhalb Deutschlands stehen internationale Servicepartner zur Verfügung.

Informationen zu Ablauf, Versand und Preisen gibt es hier.

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