Kurzurlaub mit Langzeiteffekt

Outdoor-Aktivitäten und Kulinarikgenuss in Pfronten im Ostallgäu

Pfronten bietet alle Klassiker, die man im Allgäu sucht und schätzt: prächtige Berge, sanftes Kuhschellengebimmel, zünftiges regionales Essen in zahlreichen bewirtschafteten Hütten und ein vielfältiges Angebot an Outdoor-Aktivitäten. Das Autorenpaar Silke Rommel und Thomas Rathay hat in Pfronten eine Pause vom Alltag eingelegt, sich beim Wandern durch die Hütten geschlemmt, ist auf den Spuren des Käses geradelt und hat Glücksgefühle beim Yoga am Berg erlebt.

 

 

Auf Augenhöhe thront gegenüber majestätisch der Aggenstein, die späte Nachmittagssonne lacht mir ins Gesicht, Grillen zirpen und Insekten schwirren herum. Meine Füße erspüren die Yogamatte auf meinem Podest vor der Ostlerhütte auf dem langgezogenen Breitenberg, dem 1.838 Meter hohen Hausberg Pfrontens. Ein Duft, der an Kräuterbonbons erinnert, krabbelt in meine Nase und einige ambitionierte Ameisen über meine Unterlage.

Renate, unsere Yogalehrerin, führt uns durch den Sonnengruß, »um unser System nochmal ordentlich nach oben schießen zu lassen«. Ich atme tief ein, recke meine Arme nach oben und folge ihrer Anleitung. Die bunten Gebetsfahnen flattern im Wind. Es dauert nicht lange und ich bin in einem Flow, fließe durch die Übungen und bin überzogen von einer prickelnden Gänsehaut.

Die seitwärts gerichteten Asanas sind meine Favoriten, denn dann geht mein Blick direkt hinüber zum Aggenstein. Einige Wolken schweben wie Zuckerwattebäusche umher, umzingeln den Grenzberg in den Allgäuer Alpen und gehen mit uns in Bewegung.

Plötzlich ertönt unerwartet Musik: Renate Heckel hat uns Klänge aus dem Alpenraum von der oberbayrischen Band »Vuimera« mitgebracht. Ein Klangmantel aus sanftem Gesang, begleitet von Klavier und Saxophon, legt sich über unsere kleine Gruppe. Intensiv und sehr emotional für alle Sinne fühlt sich diese außergewöhnliche Yogaeinheit auf knapp zweitausend Metern Höhe an. »Ich erlebe hier oben jedes Mal ein Hochgefühl, es ist ein magischer Moment und ich fühle mich total integriert in die Natur«, beschreibt Yogalehrerin Renate ihre eigenen Erfahrungen.

Neben dem rund einstündigen Yoga beinhaltet das »Yoga-am-Berg-Paket«, das beim Tourismusverband gebucht werden kann, auch ein gemeinsames vegetarisches Abendessen auf der Terrasse der Ostlerhütte. Abschließend steigt die Gruppe, angeführt von Renate mit einer »Hierabira«, wie die Stirnlampe hier genannt wird, in den Sonnenuntergang und von Glühwürmchen begleitet nach Pfronten ab. Wer sich den sportiven Aufstieg zur Ostlerhütte nicht zutraut oder Kondition sparen möchte, der nutzt den bequemen Lift hinauf mit der Breitenbergbahn. Dann sind nur noch etwas mehr als 300 Höhenmeter auf dem Schotterweg hinauf auf den Breitenberggipfel zu erobern.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in Heft 03/2021.
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