Naturnaher Urlaub im Chiemsee-Alpenland

Biophilia bedeutet Liebe zur Natur – es steht für das tiefe Bedürfnis vieler Menschen, auf Tuchfühlung mit der Natur zu gehen. Wer Lust hat, sie einmal ganz nah und intensiv zu erleben, begibt sich auf eine Reise ins Chiemsee-Alpenland mit seinen rund 50 Berggipfeln sowie zahlreichen Seen und Flüssen. Doch die Voralpenregion im Südosten Bayerns hat noch mehr zu bieten als Chiemsee und Inn oder die markanten Gipfel von Kampenwand und Wendelstein: Seltene Naturschätze entdeckt man oft in den ursprünglichen Naturschutzgebieten – und davon hat die Region ganze 13 zu bieten, darunter mit der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte das älteste in Bayern. Wissenswertes rund um die heimische Natur und deren Schutz erfahren Interessierte zudem auf den mehr als 80 Themenwanderungen im Chiemsee-Alpenland. Kürzlich hat die Region die Nachhaltigkeitsinitiative „Natürlich bewusst“ ins Leben gerufen und rund 150 „Natürlich bewusst“-Gastgeber sowie knapp 50 weitere touristische Betriebe ausgezeichnet, die sich besonders für  Nachhaltigkeit einsetzen – vom Biobauernhof über Ferienwohnungen bis hin zu Hotels, von der Bergbahn bis zur Therme. 

Die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte: ältestes Naturschutzgebiet in Bayern © Chiemsee-Alpenland Tourismus

Von Sumpflandschaften, seltenen Vogelarten und einer der höchsten Almen Deutschlands

Wer die außergewöhnliche Flora und Fauna im Chiemsee-Alpenland entdecken möchte, die Besuchern beim Wandern und Radfahren auf den ersten Blick verborgen bleibt, der begibt sich auf die ausgewiesenen Wege in einem der 13 Naturschutzgebiete der Region. Mit der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte verfügt das Chiemsee-Alpenland über das älteste Naturschutzgebiet in Bayern. Die Landschaft ist geprägt von Gletschern und durchsetzt von Seen, Sümpfen, Toteislöchern, lichten Bruch- und Auwäldern, Nieder- und Hochmooren, Bächen und Tümpeln. Ein weiteres Highlight, das man nicht verpassen sollte, ist das Achendelta des Chiemsees, Mitteleuropas größtes Binnendelta. Es beherbergt eine gigantische Biotopvielfalt: Stolze 340 verschiedene Vogelarten dürfen diese Naturlandschaft ihr Zuhause nennen – darunter seltene Arten wie Schwarzhalstaucher, Kormoran, Schellente, Gänsesäger und Wespenbussard. Im Naturschutzgebiet Geigelstein weisen die Höhenstufen vom Tal bis in die Gipfellagen verschiedene Lebensbedingungen auf, wodurch eine große Artenvielfalt entsteht. In den Bergwäldern sowie im Felsbereich halten sich viele Wildtiere wie Gämse, Murmeltiere und verschiedene Raufußhühner auf. Im Bereich der Vegetation finden sich hingegen Pflanzenarten wie die stumpfblättrige Weide, Bergkiefer, Alpen-Pestwurz, weiße Silberwurz und der leuchtend pinke Almrausch. Die Rossalm auf 1.681 Höhenmetern befindet sich als eine der höchstgelegenen Almen Deutschlands mitten im Naturschutzgebiet.

Wissens- und Staunenswertes für die ganze Familie

Für alle, die die Namen von Tieren und Pflanzen lernen möchten ohne zwischendurch das Handy zücken zu müssen, lohnen sich die verschiedenen Themenwege rund um das Thema Natur im Chiemsee-Alpenland, darunter beispielsweise diverse Obst- und Bienenlehrpfade oder auch Moorlehrpfade. Für ein Training der fünf Sinne empfiehlt sich der „Wanderweg der Sinne“, ein Lehrpfad und Kreuzweg bei Bruckmühl mit Aussicht auf die Bergkette von Berchtesgaden bis Karwendel in Kleinhöhenrein. Die Vielfalt der heimischen Wälder wird im Verlauf des Weges, der für die ganze Familie geeignet und barrierefrei ist, in Wort und Bild vorgestellt, und man kann sich über das „Ökosystem Wald“ als Erholungsraum, Wasserspeicher, Klimafaktor und Lebensraum informieren. Besonders im April lohnt sich eine Wanderung auf dem Blütenweg Bad Feilnbach: Rund 25.000 Obstbäume verwandeln die Gegend rund um Bad Feilnbach, das von Einheimischen liebevoll „Bayerisches Meran“ genannt wird, in ein weißes und rosa Blütenmeer. Der in Deutschland einzigartige Kieferer Energiewanderweg zeigt in 23 Stationen, wie der Wasserreichtum, die Ressourcen der Wälder und die Kraft der Sonne im Luftkurort Kiefersfelden seit über 500 Jahren verantwortungsbewusst und nachhaltig genutzt werden. Allerhand Inspiration für spannende und lehrreiche Naturerlebnisse finden kleine und große Abenteurer auch bei den Chiemsee Naturführern – das Angebot reicht von Fledermausbeobachtungen oder Birdwatching über Libellenführungen bis hin zu Erlebnisbootsfahrten an das Achendelta.

Für Nachhaltigkeit ausgezeichnete Unterkünfte

Wer bei der Wahl der Unterkunft ländliche Gebiete bevorzugt, der nächtigt im Chiemsee-Alpenland in einem der vielen Bauernhöfe der Region. Zu den familienfreundlichen Bauernhöfen zählt beispielsweise der Biobauernhof Springerhof in Schechen, der neben Ponykutschfahrten und Reitunterricht für Kinder auch Kräuterwanderungen für die ganze Familie anbietet. Jene, die mit vierbeinigem Familienmitglied verreisen möchten, checken im Pferdehof Mühlthal bei Edling mit eigenem Badesee und Reithalle ein. Die beiden Höfe sowie rund 150 weitere Beherbergungsbetriebe, wie Hotels, Gasthäuser, Pensionen und Ferienwohnungen, tragen das „Natürlich bewusst“-Logo: Diese Gastgeber setzen sich besonders für Nachhaltigkeit ein. Sie gehen sparsam mit Ressourcen um, achten auf eine klimafreundliche Bauweise und umweltfreundliche Anreise- und Mobilitätsmöglichkeiten, verwenden regionale Produkte, aber legen auch Wert auf soziale Nachhaltigkeit, beispielsweise in Form von barrierefreien Zugängen.

Der naturnahe Urlaub stellt nur eine Säule der neuen Initiative „Natürlich bewusst“ von Chiemsee-Alpenland Tourismus dar. Alle weiteren Bestandteile der Initiative sowie detaillierte Informationen rund um den Urlaub in der Region unter www.chiemsee-alpenland.de/nachhaltiger-urlaub.

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