Oben auf Plamort zeigt sich der Sommer von seiner klaren Seite: weite Flächen, markante Gipfel und eine Landschaft, die sofort offen wirkt. Eine Hochebene, die nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.

Es beginnt mit der Fahrt hinauf – und genau dort zeigt sich, was die Wanderregion Nauders ausmacht: Über 300 Kilometer markierte Wege und mehrere Sommer-Bergbahnen erschließen die Bergwelt rund um den Reschenpass. Viele Touren starten bereits auf aussichtsreicher Höhe – und machen den Einstieg in die alpine Landschaft angenehm unkompliziert.

Für Plamort ist die Bergstation Bergkastel der klassische Ausgangspunkt. Von hier führt der Weg hinauf in eine Hochebene, die sich Schritt für Schritt öffnet. Zirben, weite Almböden und die ruhige Weite des Plamorterbodens prägen das Bild. Mit jedem Meter wird der Blick größer: der Reschensee tief unten, die Gipfel der Ortlergruppe am Horizont. Dazwischen grasen Pferde über die weiten Flächen – ein ruhiges, fast zeitloses Bild.
Was Plamort besonders macht, ist die Verbindung aus Landschaft und Geschichte. Alte Panzersperren und Bunkerreste liegen wie selbstverständlich in der Natur und setzen einen spannenden Kontrast zur stillen Umgebung. Man wandert hindurch, hält kurz inne – und nimmt diese besondere Atmosphäre mit.

Und doch ist Plamort nur ein Teil der größeren Wanderwelt rund um Nauders. Ziele wie der Grünsee und der Schwarzsee am Mutzkopf oder die höher gelegenen Goldseen zeigen andere Facetten der Region – von stillen Waldseen bis zu alpinen Karseen.
Dank der Bergbahnen lassen sich viele dieser Touren flexibel kombinieren und immer wieder neu entdecken.

Plamort bleibt dabei ein besonderer Einstieg: ein Ort für Weitblick, Ruhe und das gute Gefühl, angekommen zu sein. Wer hier oben unterwegs ist, versteht schnell, warum Nauders als Wanderregion so vielseitig ist – und warum man meist nicht nur für eine Tour bleibt.


