Spanien

Ein vielfältiges Naturerlebnis

Neben 15 Nationalparks, 52 Biosphärenreservaten und über 100 Naturparks gibt es die weniger bekannten Geoparks, die nicht nur schöne Landschaften bieten, sondern anhand der Berge, Felsformationen und anderen Aspekten auch die Geschichte der Erde offenbaren. Darum erkennt die UNESCO mit der Auszeichnung »Global Geopark« den Wert dieser Naturräume an, die darüber hinaus perfekt für alle Outdoor-Fans sind.

Abb.: Turespaña

An der baskischen Küste (Geopark Costa Vasca) bieten die beeindruckenden Klippen der Flysch-Sedimentfelsen einen spektakulären Anblick, der den Fans von »Game of Thrones« bekannt sein dürfte, und liefern Forschern Informationen zum Aussterben der Dinosaurier. Im Geopark Montañas do Courel (Galicien) sind eine 500 Millionen Jahre alte Landschaftsevolution und die Tätigkeit des Menschen eng miteinander verknüpft. Neben Schluchten und Tälern lassen sich mittelalterliche Dörfer und Klöster bewundern und zahlreiche Orchideen krönen eine reiche Pflanzenwelt.

Abb.: Turespaña

In Katalonien warten zwei Geoparks auf Sie: Origens, mit Spuren aus der Dinosaurierzeit und spektakulären Landschaftsformen wie z.B. die Schlucht Mont-rebei. Der Geopark Cataluña Central bietet unter anderem eine Wanderung zu verschiedenen Weingütern und zum berühmten Kloster Montserrat.
Der Geopark Sobrarbe – Pirineos (Aragonien) ist ideal für Mountainbike-Touren und Wanderungen und bietet z.B. eine Route zum Ursprung der Berge mit den letzten spanischen Gletschern, tiefen Schluchten und weiten Höhlensystemen oder einen geomineralischen Rundgang vorbei an stillgelegten Bergwerken. Etwas weiter südlich liegt der Geopark Maestrazgo mit bis zu 200 Millionen Jahren alten Spuren der Erdgeschichte, den Grotten von Cristal de Molinos oder der Felslandschaft Órganos de Montoro.

Abb.: Turespaña

In Kastilien-León liegt der Geopark Las Loras, der mit den Schluchten des Ebro und des Rudrón nicht nur beeindruckende Landschaften, sondern auch eine der höchsten Dichte an romanischen Kirchen, Klöstern und Konventen in Europa vorzuweisen hat, die mit dem Rad oder zu Fuß erkundet werden wollen.
In Kastilien La Mancha erwartet Sie der Geopark Comarca de Molina de Aragón – Alto Tajo voller Schluchten, einzigartiger Bäume und geologisch interessanter Orte, so z.B. eine Fundstätte mit uralten Meereslebewesen (Graptolithen) nahe Checa oder der versteinerte Wald in der Sierra de Arangocillo.

Abb.: Turespaña

Der Geopark Villuercas-Ibores-Jara in der Extremadura bietet mit seinen Eichen- und Kastanienwäldern und den interessanten Berglandschaften vielen Greifvögeln ein Zuhause und lädt zu zahlreichen Touren ein, bei denen ein Besuch des Klosters Guadalupe (Weltkulturerbe) oder des nahegelegenen Valle del Jerte mit eingeplant werden sollte.

In Andalusien warten gleich vier Geoparks auf den Besucher: Cabo de Gata – Níjar, eine durch den Zusammenprall von Afrika und Europa entstandene Vulkanlandschaft, lädt mit kleinen Buchten und interessanter submariner Fauna zum Schnorcheln ein. Der Geopark der Provinz Granada erzählt von submarinen Vulkanausbrüchen und beherbergt eine der größten paläontologischen Fundstätten Europas. Die Sierra Subbética ist von erstaunlichen Kalkformationen und vom Olivenanbau sowie vielen kleinen Bergdörfern geprägt. Nicht allzu weit ist es bis in die Sierra Norte de Sevilla, wo sich zahlreiche Quallenfossilien und andere bis zu 700 Millionen Jahre alte Spuren finden lassen und beeindruckende Naturmonumente wie Cerro del Hierro oder die Wasserfälle Cascadas de Huesna warten.
Die zwei kanarischen Geoparks sind für Vulkanfreunde interessant: die Insel El Hierro mit zahlreichen Lavaströmen und Felsformationen sowie den vom Wind geformten Sadebäumen des El Sabinar sowie die Insel Lanzarote mit dem vorgelagerten Archipel Chinijo, der einzigartigen Vulkanlandschaft des Nationalparks Timanfaya und den Kunstwerken von César Manrique. Erleben Sie die Naturräume Spaniens während Ihrer nächsten Urlaubsreise!


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