Im Osten viel Neues

Je weiter man nach Osten reist, desto ruhiger wird es. Ob diese Behauptung stimmt, wollte Jörg Knorr herausfinden und hat sich mit seinem motorisierten Dreirad mit Boot und Board im Gepäck ohne Eile und genaue Adressen immer weiter Richtung polnische Grenze treiben lassen. Dabei hat er auch ein Stück Peene mit dem Kajak kennen gelernt und war sofort fasziniert. »Mehr Peene«, rief ihm eine imaginäre Stimme nach einer Nacht im Zelt morgens zu und trieb den Horizonte-Sucher noch ein wenig weiter flussaufwärts, wo er dem Wasserlauf auf dem SUP-Board folgte.

TEXT/BILDER: JÖRG KNORR


Der Einzylinder-Diesel meiner dreirädrigen »Ape« knattert ordentlich, bringt mich aber nach wie vor zuverlässig der nächsten spontan gesetzten Destination entgegen. Heute heißt das Ziel Demmin. Da der vor mir liegende Bahnübergang gerade ein Pausenzeichen setzt, habe ich Zeit, die genaue Adresse des Wasserwanderrastplatzes in mein Navi einzugeben. Bei meiner Vorab-Recherche bin ich auf den Demminer Segelclub »Blau-Weiß« gestoßen. Auf dem Club-Gelände gibt es eine großzügige Wiese, die von reisenden Kanuten gern als Übernachtungsplatz genutzt wird. Blau-Weiß klingt doch gut, denke ich und die Lage des Platzes könnte wirklich kaum besser sein.

Empfangen werde ich von einem freundlichen Hafenmeister, dessen berufliche Erfahrungen unübersehbar auch dem Segelclub zugutekommen. Der ehemalige, selbstständige Malermeister hat eine Wand des Vereinsheims mit einer passenden Malerei versehen. Die darauf abgebildeten Schiffe würden auf der Peene sicher unverrückbar stecken bleiben. Aber wie heißt es so oft: »Du musst groß denken.«

Ich habe allerdings vor, eher schmalspurig unterwegs zu sein. Board statt Schiff, Zelt statt Haus und drei bzw. zwei statt vier Räder. Doch dazu später mehr. Nach unkomplizierter Abwicklung der Bezahlung und Einweisung in Sachen Dusche und WC parke ich meine Ape, baue mein Zelt auf und lasse es mir in der Nachmittagssonne gutgehen. Um mich herum stehen weitere Zelte, die durchweg zu Wasserwanderern gehören, die, wie ich, einen der lieblichsten Flüsse Nordostdeutschlands bereisen.

Mit zwei von ihnen, Uta und Thomas aus Gera, sitze ich am Abend noch lange zusammen und lasse mir Paddelgeschichten erzählen, die die beiden zusammen erlebt und ganz offensichtlich nachhaltig begeistert haben. Sie mögen es, genau wie ich, sich ohne Schickimicki abends am Fluss sitzend vom warmen Licht der untergehenden Sonne für den nächsten Tag inspirieren zu lassen.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 3/2022 des SUP Board Magazins.
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