Kajak-Expeditionen für kleine und große Entdecker

Abenteuerliche Touren für alle: vom Süden Italiens bis ins Allgäu

Wenn man an Kajak-Expeditionen denkt, kommen einem eher Sturzfahrten vom Himalaya, Erstbefahrungen in Afrika oder entlegene Touren durch die Arktis in den Sinn. Aber zwischen solchen Abenteuern und dem Homerun gibt es ja auch irgendwo einen Graubereich. Flüsse, die eher unbekannt sind oder weit abseits von Straßen fließen, oft durch tiefe Schluchten. Abenteuer, die man auch nur mit kleinem oder mittlerem technischen Know-how bewältigen kann. Stefanie Bank nennt solche Touren ganz gerne »Mini-Expeditionen«. Erstens, weil sie eine abgespeckte Version großer Unternehmungen als Tagestrip sind. Zweitens, weil man sie auch ganz wunderbar mit dem eigenen Nachwuchs durchführen kann.

TEXT: STEFANIE BANK / BILDER: PAUL SALMEN

Expeditionen und Kinder sind eigentlich das perfekte Match. Natürliche Neugier, draußen sein, Neues entdecken – alles Merkmale, die auf Kinder zutreffen und die auch zu Expeditionen passen. Abgelegene Flusstäler bieten dabei die perfekte Spielwiese. Und das Beste: Mit solchen Abenteuern schafft man Erinnerungen, die Familien fürs Leben prägen werden.

Bevor jetzt alle kinderlosen Paddler hier aussteigen und den Artikel nicht weiterlesen wollen: bleibt bitte dabei! Man braucht nicht zwingend Kinder, um sich in eine »Mini-Expedition« zu stürzen. Freunde oder der eigene Partner sind auch hervorragende Abenteuerkumpanen, mit denen man unvergessliche Paddelexkursionen erleben kann. Und die vorgeschlagenen Touren werden auch »alte Hasen« begeistern.

Damit die erste Mini-Expedition mit dem (eigenen) Nachwuchs aber auch wirklich gelingt und nicht zu einem Reinfall wird, gilt es zuvor, ein paar Punkte zu beachten.

Grundvoraussetzungen für Eltern

Als Elternteil ist man sozusagen der Expeditionsleiter. Somit trägt man natürlich die Verantwortung für alle auf dem Fluss. Eine gewisse Erfahrung beim Paddeln von Klammen und Schluchten ist daher unerlässlich. Nur so kann man Gefahrensituationen einschätzen und entsprechend rechtzeitig auf diese reagieren. Paddeltechnisch sollte man als erwachsene Begleitperson natürlich auch fit sein. Die ausgewählten Flüsse sollte man locker mit ein wenig »Luft nach oben« bewältigen können. Als Faustregel kann man sagen, dass man mindestens eine Stufe schwerer paddeln kann, als der Expeditionsfluss schwierig ist. Hilfreich sind außerdem noch grundlegende Kletter- und Umtragefähigkeiten. Man weiß ja nie, ob der Nachwuchs nicht vielleicht doch mal eine Stelle mehr umtragen möchte oder eventuell ein Baumhindernis den Weg versperrt.

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