Die Drau fließt quer durch das südliche Kärnten. Als Paddelrevier ist der Fluss bislang noch relativ unbekannt, doch das soll sich nun ändern. Reisende können mittelalterliche Orte, üppige Natur und viel Ruhe entdecken – und all das vor der Kulisse der Alpen.

Gibt es außer uns hier überhaupt noch andere Menschen? Ganz abwegig erscheint dieser Gedanke zumindest nicht: Immerhin sind wir schon seit einigen Kilometern völlig allein auf dem Wasser unterwegs und haben lange Zeit niemand anderen gesehen. Weder auf dem Fluss noch am Ufer. Stattdessen treiben wir mit den Booten durch wild-grüne Natur und genießen die Stille.
Was dieses Erlebnis noch eindrucksvoller macht: Es ist Sommer, genauer gesagt Hochsaison, und damit eine Zeit, in der andere Landstriche deutlich voller und von Urlaubern geradezu überlaufen sind. Spannenderweise gibt es solche Orte auch hier ganz in der Nähe. Doch bei unseren Touren ist von einem solchen Andrang nichts zu spüren, obwohl auch wir viele Möglichkeiten zum Sonnen, Entspannen und Abkühlen haben.
Wir sind auf der Drau unterwegs, die auf etwas mehr als 200 Kilometern quer durch Kärnten im südlichen Österreich fließt. Die Drau ist bei Aktivreisenden durchaus bekannt – allerdings eher bei Radfans. Der Grund dafür ist der Drauradweg, der vor Jahrzehnten entwickelt und seitdem durch entsprechende Infrastruktur entlang des Flusses bestens ausgebaut wurde.
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