Tour di Azur – Stand Up Paddling in Apulien

»Mare mosso« ist italienisch und bedeutet »raue See«. Apulien hat es Lorenz Eberle auf seiner Italien-Reise in den ersten Tagen nicht leicht gemacht. Die Adria zeigte sich von ihrer wilden statt, wie erhofft, von ihrer azurfarbenen Seite. Seine Geduld wurde dann aber mit strahlender Sonne, einsamen Stränden, weißen Felsen und kristallklarem Wasser mehr als belohnt und so konnte Lorenz Apulien schließlich doch noch Paddelschlag für Paddelschlag genießen.

TEXT: LORENZ EBERLE / BILDER: LORENZ EBERLE, FRANK WÜSTEFELD, DIETER WEBER, ELLA ZILLINSKY

Es ist Ende Dezember und wir liegen faul am Strand und genießen die Sonne. Hinter uns liegen bereits traumhafte Wochen in Apulien, dem Stiefelabsatz Italiens. Die Temperaturen sind wunderbar mild und auch das Wasser hat noch ausreichend Wärme vom zurückliegenden Sommer gespeichert, so dass wir fast noch auf zwanzig Grad kommen. Allerdings hat die Adria in den vergangenen Tagen auch ihre raue und vor allem wellige Seite gezeigt und hat unsere Paddelpläne etwas durchkreuzt. Allein die Brandung war schon beeindruckend genug und ein gutes Fotomotiv. Die mächtigen, mit ihren Schaumkronen gekrönten Dünungswellen auf dem Meer hätte es da gar nicht mehr gebraucht.

Nur zweimal kommen wir in dieser Zeit ein wenig aufs Wasser. An der felsigen Küste finden wir südlich von Otranto zwei Buchten, die vom Wind abgewandt recht geschützt liegen. Eine von ihnen bietet sogar eine Höhle, in die man hineinpaddeln kann. Der Abstieg von der Straße zum Strand führt über unzählige Treppenstufen nach unten.

Gemessen am körperlichen Aufwand ist die Tour allerdings sehr kurz und so starten wir an diesem Tag noch einen zweiten Versuch am Strand von Porto Badisco. Dieser liegt an einer sich tiefer ins Land einschneidenden, kleinen Bucht und ist durch Felsenriegel vor den Wellen geschützt. Nach einer Weile haben wir uns dann sogar getraut, aufs Meer zu paddeln, um in die direkt nebenan liegende, wiederum geschützte Bucht Porto Russo zu paddeln.

Dabei müssen wir nur etwa 200 Meter an der Felsenküste entlangpaddeln, zu der wir wegen der an ihr brechenden Wellen sorgsam Abstand halten. Gegen die Wellen anzupaddeln, fordert von uns einiges an Kraft und so sind wir froh, als wir eine knappe Stunde später wieder sicher am Strand landen.

Auf dem offenen Meer zu paddeln ist unter diesen Bedingungen also definitiv keine Option für uns und so erkunden wir ausführlich das lohnende Hinterland Apuliens, statt unsere eigentlichen Pläne in die Tat umzusetzen. Wir hoffen auf die kommenden Tage, wenn die Witterungsbedingungen dann besser sein sollten.

EIN VORSICHTIGER START
Um etwas bessere Chancen zu haben, zieht es uns zur Halbinsel Gargano. Diese schiebt sich als einzige nennenswerte Unterbrechung an der sonst fast geraden, nur von kleinen Buchten unterbrochenen Küstenlinie Apuliens weiter ins Meer hinein und bildet so den Sporn von Italiens markanter Stiefelspitze. Die drei in Richtung Norden, Osten und Süden liegenden Küstenabschnitte der Halbinsel versprechen, dass wenigstens eine Küste Garganos weniger oder vielleicht sogar gar keine Wellen aufweisen müsste.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 1/2024 des SUP Board Magazins.
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